Johnny Rea (3.): «Habe von Bautista-Sturz profitiert»
Der erhoffte erste Saisonsieg war für Jonathan Rea auch beim Superbike-Meeting in Imola nicht in Reichweite, dennoch war es für den Kawasaki-Piloten das bisher beste Rennwochenende. Warum nicht mehr drin war.
Mit Startplatz 7 in der Superpole hatte sich Jonathan Rea nicht die beste Ausgangsposition für das Meeting in Imola erarbeitet, dazu strauchelt seine Kawasaki ZX10-RR bei hohen Temperaturen. Dass er dennoch im ersten Rennen auf Platz 3 die Ziellinie kreuzte, war unerwartet.
Der vierte Platz im Superpole-Race am Sonntagvormittag war dagegen eine Enttäuschung für den sechsfache Weltmeister. "Das Superpole-Race war wohl meine beste Chance an diesem Wochenende, aber Startplatz 7 war nicht ideal und mein Start war schlecht", schilderte der 36-Jährige, der von der ersten bis zur letzten Runde Position 4 belegte. "Damit wir mit unserem Bike vorn mitfahren können, müssen wir jede Runde das Limit ausreizen. Ich hatte aber nicht die erwartete Pace und Locatelli vor mir machte nicht einen einzigen Fehler – ich kann ihm sowie Toprak und Álvaro nur gratulieren."
Das zweite Rennen am Sonntagnachmittag verlief anders. In Kurve 3 stürzte WM-Leader Álvaro Bautista (Ducati) und Rea lag nach der ersten Runde hinter den Yamaha-Piloten Razgatlioglu und Locatelli auf Platz 3. In der dritten Runde wurde der Nordire von Axel Bassani überholt, aber er kam nun endlich an Locatelli vorbei. Bis Rennmitte konnte Rea mithalten, dann musste er sie ziehen lassen. "Das Rennen war schon eine kleine Enttäuschung, denn offen gestanden glaubte ich, dass wir etwas mehr hätten kämpfen können", grübelte der 118-fache Superbike-Sieger. "In den ersten Runden habe ich ein paar schöne Überholmanöver gesetzt, bis ich hinter Toprak und Bassani fuhr und versuchte, ihnen möglichst lange zu folgen. Ich war mir aber mit der Reifenwahl nicht sicher. Bassani hatten einen SCX-Entwicklungsreifen, der auf ihren Bikes wohl gut funktionierte, wir haben dagegen den Standard-SCX gewählt. Nach ein paar Runden glaubte ich, dass ich richtig lag und sich das Rennen in meine Richtung entwickeln könnte. Dann, nach Halbzeit, bekam ich aber Probleme bei Richtungswechseln und am Kurvenausgang. Offenbar hatte ich den Reifen zu viel zugemutet."
Rea weiter: "Trotzdem bin ich zufrieden, denn mit Podestplätzen in beiden Hauptrennen war Imola unser bisher Wochenende in diesem Jahr. Allerdings habe ich im zweiten Lauf vom Sturz von Álvaro profitiert, der sicher wieder um den Sieg gefahren wäre."
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