Michael Rinaldi (Ducati): Beste SBK-Saison möglich
Für Michael Rinaldi absolvierte beim zehnten Meeting der Superbike-WM 2022 ein solides Rennwochenende. Der Ducati-Pilot machte in San Juan Villicum einen großen Schritt, die Saison als WM-Vierter zu beenden.
Die Superbike-WM 2022 geht in die alles entscheidende Phase. Beim Überseerennen in Argentinien, dem ersten von drei zum Saisonende, brachte sich Aruba.it Ducati-Werkspilot Álvaro Bautista in eine ideale gute Position, um seinen vor drei Jahren verpassten Titel nachzuholen. Der Spanier führt 82 Punkte vor dem aktuellen Weltmeister Toprak Razgatlioglu (Yamaha). Bei noch 124 zu gewinnende Punkte ist auch Rekordweltmeister Jonathan Rea (Kawasaki) mathematisch noch im Spiel, doch der Nordire liegt bereits 98 Punkte zurück.
Bautista-Teamkollege Michael Rinaldi ist ebenfalls drauf und dran, sein bisher bestes Gesamtergebnis einzufahren. Der 26-Jährige sicherte in San Juan mit den Plätzen 5, 4 und 5 den vierten WM-Rang ab und hat 43 Punkte Vorsprung auf den zuletzt stärker werdenden Alex Lowes (Kawasaki).
Damit machte Rinaldi das beste aus einem Wochenende, das als Zwölfter am Freitag sehr verhalten begann.
"Der Freitag war sehr schwierig. Ich habe es nicht wie zuletzt geschafft, das richtige Gefühl für mein Bike zu finden. Im FP3 war das Gefühl viel besser, obwohl wir wussten, dass uns im Vergleich zur Podiumsgruppe immer noch etwas fehlte", schilderte der Italiener. "Zu Beginn des ersten Rennens hatte ich das Gefühl, dass ich recht konstant war, aber nach ein paar Runden hatte ich einige Schwierigkeiten. Ich habe versucht, keine Fehler zu machen, um wenigstens Fünfter zu werden. Das war ein positives Ergebnis, wenn man die Umstände bedenkt."
Rinaldi profitierte in der Gesamtwertung auch davon, dass seine unmittelbaren Konkurrenten im Kampf um den vierten WM-Rang (neben Lowes sind das Andrea Locatelli/Yamaha und Axel Bassani/Ducati) ebenfalls kein einfaches Wochenende hatten.
"Am Sonntag haben wir einen guten Schritt nach vorn gemacht – zuerst im Superpole-Race und dann in im zweiten Rennen, wo ich viel Spaß hatte und sogar für einige Runden in Führung lag. Es reichte nicht, um um das Podium zu kämpfen, aber ich bin trotzdem zufrieden", sagte Rinaldi erleichtert. "Es war ein Wochenende, das mit einigen Schwierigkeiten begann. Aber wir haben gut reagiert, hart gearbeitet und das Gefühl mit jeder Session verbessert."
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