Nach Cremona-Test: Philipp Öttl exklusiv über den Stand der neuen Ducati V2
Das Team Feel Racing entwickelt in enger Abstimmung mit Ducati die zukünftige Panigale V2 für die Supersport-WM 2027. Philipp Öttl hatte in Cremona seinen dritten Test mit der neuen Rennmaschine.
Die Supersport-WM 2026 ist für die derzeit eingesetzte Ducati Panigale V2 die Abschiedssaison. Ab 2027 kommt das neue Modell zum Einsatz, dessen Serienversion bereits im Herbst 2024 präsentiert wurde und seit dem Vorjahr käuflich ist.
Den ersten Test mit der neuen Rennmaschine, derzeit noch im Versuchsstadium,
Auf dem Circuit Angelo Bergamonti sind jede Woche Montag und Mittwoch Touristenfahrten; in deren Rahmen Runden zu drehen, ist deutlich günstiger als eine Strecke wie Misano zu mieten. «Wir hatten die Strecke nicht für uns allein», schilderte Öttl im Gespräch mit SPEEDWEEK.com. «Aber erstens ist das nächste Rennen nach Magny-Cours in Cremona und es ist gut, dort noch einmal gefahren zu sein. Und zweitens haben wir die Sachen, die wir zum Testen hatten, fast alle geschafft. Von dem her hat ein Tag dort gereicht.»
Motor und Elektronik sind ein Riesenthema in der Supersport-WM.philipp öttl
Eine erste Rennversion der neuen Panigale V2
Philipp ging zweimal mit seinem aktuellen WM-Motorrad auf die Strecke, um eine Referenz zu haben, die hauptsächliche Arbeit beschränkte sich auf die neue Maschine. «Viel darf man am Motorrad ja reglementsbedingt nicht machen», erklärte der Assen-Sieger. «Der erste Test war ein Ausprobieren und wir haben die Sitzposition festgelegt. Der zweite Test war nur ein Nachmittag und wir haben eventuelle Homologationsteile probiert. Dinge wie leichtere Felgen, die wir vielleicht nicht verwenden dürfen, aber wir wollten wissen, ob sie etwas bringen oder nicht. Oder ob die Schaltwege passen. Jetzt hatten wir eine recht rennfertige Version mit einem von Ducati vorbereiteten Motor, der vorgeschriebenen Mectronic-Elektronik, dem Kühler und der Verkleidung, mit denen wir fahren werden. Das waren die großen Sachen, andere wie der Sitz kommen noch. Motor und Elektronik sind ein Riesenthema in der Supersport-WM, weil man in diesen Punkten etwas freier ist als in allem, was das Fahrwerk betrifft.»
«Wir konnten in allen Bereichen wichtige Erkenntnisse sammeln und haben eine Richtung gefunden», ergänzte der 30-jährige Öttl, zur achtwöchigen Sommerpause bis Anfang September Sechster der WM-Wertung und damit nach Jaume Masia (3.) zweitbester Ducati-Fahrer. «Aber jetzt muss wieder viel gearbeitet werden, weil wir noch sehr am Anfang stehen.»
Am kommenden Samstag nimmt Öttl zusammen mit Vater Peter (61) an einem Montainbike-Rennen in Schruns im Montafon teil. In der Sommerpause stehen noch mindestens zwei Trainingstage mit der Serien-V2 sowie weitere mit der Supermoto-Maschine auf dem Programm.
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