Ferrari: Wieso Champion Lewis Hamilton nun auf Simulator-Einsätze pfeift
Es gilt zum Standard-Vorgehen der Formel-1-Fahrer: die Vorbereitung im Rennsimulator. Ferrari-Superstar Lewis Hamilton verzichtet künftig dankend – aus einem guten Grund.
Vom Miami-Frust zur Montreal-Lust: Nach einem schwachen Rennen in Florida, von Startplatz 6 zum Rang 6 im Grand Prix, zeigte Lewis Hamilton in Kanada, wie lichterloh sein Feuer noch brennt. Der englische Ferrari-Superstar hatte seinen Stallgefährten Charles Leclerc jederzeit im Griff und errang Platz 2, nach begeisterndem Duell mit Max Verstappen.
Hamilton ist an diesem Wochenende auf seiner Lieblingsbahn anders vorgegangen als vor Miami: «Vor dem Rennen in Florida waren wir im Simulator, wir haben eine Abstimmung erarbeitet, aber das hat sich als Holzweg erwiesen. In Montreal bin ich meinen eigenen Weg gegangen, ich habe absichtlich auf die Sim verzichtet, und das funktioniert für mich einfach besser.»
«Ich habe das Gefühl, dass ich in Sachen Abstimmung endlich jenen Bereich getroffen haben, in welchem das Auto genau das tut, was ich von ihm erwarte.»
Und das hat Konsequenzen: Hamilton will sich wieder ganz auf sein Bauchgefühl verlassen, «denn im Simulator fühlt sich der Wagen einfach anders an als auf der Rennstrecke».
«Ich glaube nicht, dass ich den Simulator nochmals für meine Rennvorbereitung benutzen werde. Das ist mir einfach zu riskant, wie Miami gezeigt hat. Meine besten zwei Rennen 2026 habe ich gefahren, nachdem ich auf die Sim verzichtet habe. Und ich kann mich an 2008 bei McLaren erinnern, auf dem Weg zu meinem ersten WM-Titel, da habe ich den Simulator kaum von nahem gesehen.»
«Ohne jeden Zweifel ist der Rennsimulator ein starkes Werkzeug. Aber ich bin halt altmodisch und stehe ohne Sim besser da.»
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach