Jerez: Bulega zum elften Mal auf Startplatz 1 – acht Ducati in den Top-9
Die letzte Superpole der Superbike-WM 2026 gewann Weltmeister Nicolò Bulega. Die Dominanz von Ducati auf dem Circuito de Jerez ist erdrückend – nur Bimota-Pilot Alex Lowes hielt mit.
Am Freitag fuhr Ducati-Werkspilot Nicolò Bulega die schnellste Runde, doch im morgendlichen dritten Training sorgte Bimota-Ass Alex Lowes in 1:37,690 min für die bisher schnellste Zeit an diesem Wochenende – der seit Cremona feststehende Weltmeister war aber nur 0,033 sec langsamer.
Für die letzte Pole-Position der Superbike-WM 2026 gab es also nicht nur einen Anwärter, wobei auch den Top-2 der kombinierten Zeitenliste über eine Sekunde auf den Pole-Rekord von 1:36,629 min fehlen, den Bulega im vergangenen Jahr auf dem Circuito de Jerez aufgestellt hatte.
Das Qualifying begann um 11:15 Uhr klar und fand bei schönstem Wetter statt. Das Thermometer zeigte angenehme 25 Grad und die Sonne schien von einem nahezu wolkenlosen Himmel. Bei der Superpole handelt es sich um ein traditionelles Qualifikations-Training, in dem alle Fahrer 15 Minuten lang Zeit haben, um eine bestmögliche Zeit zu fahren. Für das Saisonfinale hat Pirelli den klebrigen SCQ-Reifen im Angebot. Der Extragrip des weichen Gummis ermöglicht je nach Strecke eine um bis zu eine Sekunde schnellere Rundenzeit.
Als die Ampel am Ende der Boxengasse auf Grün schaltete, fuhren die meisten Piloten sofort auf Piste – am längsten warteten die Ducati-Privatiers Lorenzo Baldassarri und Tommy Bridewell.
Für die erste ansprechende Zeit sorgte Iker Lecuona (Ducati) in 1:37,492 min. Der Vizeweltmeister war damit um eine Sekunde schneller als in den freien Trainings. Als alle Fahrer eine fliegende Runde absolviert hatten, führte aber Bulega in 1:36,948 min die Zeitenliste an. Zu diesem Zeitpunkt führte der Italiener um fast 0,5 sec vor Sam Lowes und Lecuona.
Bester Fahrer eines anderen Fabrikats war nach dem ersten Versuch Alex Lowes, der mit seiner Bimota KB998 mit 0,8 sec Rückstand auf Platz 8 rangierte. Xavi Vierge hielt als Achter die Yamaha-Flagge hoch. Honda-Pilot Jake Dixon folgte auf der elften Position. BMW-Aushängeschild Miguel Oliveira und Garrett Gerloff mit der einzigen Kawasaki belegten die Plätze 13 und 14.
Bei noch sechs Minuten gingen die ersten Piloten mit einem neuen Hinterreifen für die finale Zeitenjagd auf die Piste. Den Anfang machte erneut Lecuona, der eine neue Bestzeit jedoch um 0,150 sec verpasste. Derweil nahm Bulega seinen Versuch in Angriff und brannte nach Sektorbestzeiten in 1:36,643 min eine neue schnellste Runde in den Asphalt. Sam Lowes gelang in 1:36,960 min als zweiter Pilot eine Runde unter 1:37 min.
Ein Sturz von Twan Smits kurz vor dem Ende im letzten Sektor in Kurve 10 sorgte für gelbe Flagge und für gestrichene Rundenzeiten. Zeitenverbesserungen gab es in den letzten zwei Minuten nicht mehr.
So blieb es bei der elften Pole-Position von Bulega in diesem Jahr. Sam Lowes und Lecuona komplettieren die erste Reihe. Die Ducati-Party in den ersten drei (!) Startreihen störte lediglich Alex Lowes (Bimota) auf Platz 5.
Yamaha-Pilot Xavi Vierge (11.) und Honda-Ass Jake Dixon (12.) qualifizierten sich noch vor BMW-Pilot Miguel Oliveira (13.). Für Kawasaki-Einzelkämpfer Garrett Gerloff sprang nur Startplatz 16 heraus.
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