SuperMotocross-WM
SMX-Playoff Ridgedale: Levi Kitchen (Kawasaki) ist 250er-Champion
Im 2. Lauf des 3. SMX-Playoffs in Ridgedale konnte Red Bull KTM-Werksfahrer Jorge Prado einen aggressiven Blockpass von Haiden Deegan (Yamaha) parieren. Er hinterschnitt, gewann und wurde Champion.
Jorge Prado gewann am vergangenen Wochenende in Ridgedale die SuperMotocross-Weltmeisterschaft 2026. Die SMX-Serie verbindet Supercross und Motocross und belohnt den Champion mit einer Siegprämie von einer Million US-Dollar – dem höchsten Preisgeld im Motocross-Sport.
Haiden Deegan wusste, dass er Prado schlagen musste, um den SMX-Titel im letzten Playoff der Saison noch zu gewinnen. 'Dangerboy' Deegan hatte den ersten Lauf gewonnen und sah sich vor dem start zum entscheidenden zweiten Lauf mental im Vorteil. Wenn er Prado überholt hätte und der Spanier am Ende auf Platz 4 gelandet wäre, hätte Prado die Meisterschaft verloren.
«Ich ging in den zweiten Lauf, um auf Sieg zu fahren», erklärte Prado nach dem Rennen. «Eine andere Möglichkeit hatte ich gar nicht im Kopf. Ich wusste, dass ich die Meisterschaft nur gewinne, wenn ich auch den Laufsieg hole. In einigen Streckenteilen war ich schneller als Deegan, in anderen Bereichen konnte er wieder aufholen. Ich konnte es mir also an der Spitze nicht bequem machen. Als er nur noch 3 Sekunden hinter mir war, habe ich damit gerechnet, dass er mich direkt attackieren wird. Dann sind wir auf einen Überrundeten aufgelaufen, der direkt auf der Ideallinie fuhr. Ich musste in der 180-Grad-Kehre voll in die Bremsen gehen und da stach er innen hinein, mir direkt vors Vorderrad, aber ich stürzte nicht und dachte mir: Okay, jetzt musst du wirklich loslegen.» Prado hinterschnitt Deegans Linie, ging wieder in Führung und gewann den Lauf.
Ich habe damit gerechnet, dass er mich direkt attackieren wird.Jorge Prado
«Ich mag diese Spiele eigentlich nicht», erklärte Prado. «Das ist nicht meine Art, Rennen zu fahren, aber ihm [Haiden Deegan] scheint es zu gefallen. Vielleicht konnte er das mit Fahrern in in anderen Klassen machen, aber nicht mit mir. Wenn man so Rennen fährt, endet das normalerweise schlecht.. Wenn man sauber fährt, hat man nach meiner Meinung bessere Karten.»
«Ich renne dem Geld nicht hinterher, so wie er [Haiden Deegan] es tut. Ich fahre aus Leidenschaft Rennen, weil ich diesen Sport liebe. Nachdem ich in der MXGP viel erreicht hatte, kam ich in die USA und bewies, dass ich auch hier gewinnen kann. Meine Leidenschaft treibt mich an – und sie hat mich schließlich zur Nummer eins gemacht.»
Haiden Deegan (USA), Yamaha, 1-2
Jorge Prado (E), KTM, 5-1
Hunter Lawrence (AUS), Honda, 3-3
Ken Roczen (D), Suzuki, 2-5
Cooper Webb (USA), Yamaha, 4-4
Jorge Prado (E), KTM, 158 Punkte
Haiden Deegan (USA), Yamaha, 151, (-7)
Hunter Lawrence (AUS), Honda, 136, (-22)
Ken Roczen (D), Suzuki, 128, (-30)
Cooper Webb (USA), Yamaha, 123, (-35)
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