Ducati eingebremst – Gegner beschweren sich trotzdem
Dass die Supersport-WM-Piloten von Ducati über die reduzierte Drosselklappenöffnung am 955-ccm-Motor nicht glücklich sind, war zu erwarten. Doch auch sämtliche Gegner beschweren sich.
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Vor dem SBK-Event in Assen am vergangenen Wochenende wurde die maximale Drosselklappenöffnung an allen Ducati Panigale V2 vom Motorrad-Weltverband FIM von 82 auf 77 Prozent reduziert. Mit diesem Instrument wird dafür gesorgt, dass die sehr unterschiedlichen Motoren von Ducati mit zwei Zylindern und 955 ccm sowie die Dreizylinder von MV Agusta (800 ccm) und Triumph (765 ccm) mit den 600-ccm-Vierzylindern von Yamaha, Kawasaki und Honda auf ein annähernd gleiches Level gebracht werden.
Dass sich sämtliche Ducati-Fahrer und -Teams anschließend beschweren würden, war zu erwarten – obwohl WM-Leader Nicolo Bulega vier der ersten sechs Rennen gewann und in der Gesamtwertung bereits 37 Punkte Vorsprung auf Stefano Manzi aus dem Team Ten Kate Yamaha hat.
Doch auch die Konkurrenz schimpft: Ihnen geht der Eingriff der FIM nicht weit genug. "Die Änderung macht sich erst bei über 200 km/h bemerkbar, die V2 sind durch ihr vieles Drehmoment in der Beschleunigung unschlagbar", kritisiert ein Yamaha-Teammanager.
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Der WM-Zweite Manzi stößt ins gleiche Horn. "Bis 200 km/h sind die Ducati viel schneller, es ist, als wäre nichts geändert worden", betonte der Italiener. "Okay, sie haben 5 km/h im Topspeed verloren. Das Problem bleibt aber das Drehmoment aus den Kurven hinaus. Sie kommen deutlich schneller auf 200 km/h als alle anderen."
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Ten Kate hat Manzi als Nachfolger von Doppelweltmeister Domi Aegerter ins Team geholt, er fuhr im Vorjahr für Triumph. In den ersten sechs Rennen hat er drei zweite Ränge als beste Platzierungen vorzuweisen. "Ich strauchle immer wieder mit dem Grip am Hinterrad und tue mir dann beim Überholen schwer", analysierte der 24-Jährige im Gespräch mit SPEEDWEEK.com. "Wir arbeiten immer wieder mit der Balance des Motorrads. Wichtig ist auch, dass ich weit vorne starte, in Assen war ich nur in der dritten Reihe. Dann verliere ich in den ersten Runden viel Zeit, weil ich mit anderen kämpfen muss, während Bulega vornewegfährt. Wir hatten einen sehr guten Test vor Assen und sind auch gut ins Wochenende gestartet. Für mich ist die Balanceregel der Grund, weshalb wir nicht besser waren."
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