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Jonas Folger und KTM: Welche Pläne das Team Freudenberg mit ihnen verfolgt

KTM hat mit dem Twin 990 RC-R ein Motorrad, das der Supersport-Weltmeisterschaft gut zu Gesicht stehen würde. Teamchef Carsten Freudenberg sprach mit SPEEDWEEK.com über den Stand der Dinge.

Im Artikel erwähnt

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Nach neun Jahren hat die Klasse Supersport 300 ausgedient und wurde nach der Saison 2025 eingestampft. Ab dem Europa-Auftakt am kommenden Wochenende in Portimao/Portugal sehen wir im Rahmen der SBK-Weltmeisterschaften erstmals die Kategorie Sportbike – in dieser kommen Maschinen mit 450 bis 700 ccm zum Einsatz.

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Das sächsische Team Freudenberg zog sich gezwungenermaßen aus der Weltmeisterschaft zurück, weil es vom langjährigen Partner KTM kein Motorrad gibt, das in die Sportbike-Klasse passt. Als Teamchef Carsten Freudenberg diesen Schritt Ende Oktober gegenüber SPEEDWEEK.com ankündigte, formulierte er aber bereits, dass er auch in Zukunft mit dem österreichischen Hersteller zusammenarbeiten möchte.

Mitte März wurde von KTM verlautbart, dass es dieses Jahr eine enge Kooperation mit Freudenberg bei der Entwicklung der neuen Supersportmaschine 990 RC-R gibt, als Testfahrer wurde Jonas Folger (32) verpflichtet. Der Bayer gewann fünf Grands Prix, davon drei in der Moto2-WM. Er brauste bei seinem Heimevent 2017 auf dem Sachsenring im MotoGP-Rennen mit der Tech3-Yamaha sensationell als Zweiter aufs Podium, wurde im weiteren Karriereverlauf Deutscher Superbike-Meister und startete auch eine Saison auf BMW in der Superbike-WM.

Teamchef Carsten Freudenberg schaute sich um

Bevor die Action auf der Berg-und-Tal-Piste in Portimao am 27. März beginnt, verschaffte sich Carsten Freudenberg am Donnerstag vor Ort einen Eindruck. Der Teamchef nahm die Klassen Sportbike sowie Supersport unter die Lupe und informierte die SBK-Verantwortlichen über den Stand der Dinge bei KTM.

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«Bislang sind wir fünf Tage in Valencia gefahren und haben Basisabstimmungsarbeit gemacht», schilderte der Sachse beim Treffen mit SPEEDWEEK.com. «Geometrie, Fahrwerk, Federelemente, diese ganzen Geschichten. Auch die Ergonomie haben wir angepasst, sämtliche Basics. Für Mitte April ist der nächste Schritt geplant, dann wollen wir die für die Next-Generation-Klasse vorgeschriebene Einheitselektronik von Mectronik zum Laufen bringen. Mectronik hat ein Mapping für dieses Motorrad erstellt, das werden wir in Brünn drei Tage lang zum ersten Mal einsetzen. So können wir Daten sammeln, wie die Motorbremse reagiert und welche Auswirkungen die Elektronik auf die Peripherie wie den Auspuff hat.»

Jonas Folger, der 2021 seine letzte volle WM-Saison bestritt (bei den Superbikes), traut Freudenberg auch heute noch viel zu: «Ich sehe ihn auf dem Level von Domi Aegerter. Der ist zweimal Weltmeister und hat gezeigt, dass er es kann. Jonas hat genauso viel Erfahrung. Wenn das Motorrad passt, kann er in der IDM auf jeden Fall um den Sieg mitfahren. In der WM – schwierig einzuschätzen. Wenn alles zusammenpasst, sehe ich ihn dort auch in den Top-5. Es macht uns stolz, mit einem Fahrer wie Jonas Folger zusammenzuarbeiten. Er ist einer der erfolgreichsten deutschen Fahrer der vergangenen Jahre, sonst fuhr nur noch Stefan Bradl auf diesem Niveau. Jonas kommt von KTM, ist MotoGP-Testfahrer und kommt jetzt in unser Projekt, das ist eine schöne Geschichte. Das ist für uns als Team gut und auch für KTM, um das marketingtechnisch an die Endkunden zu verkaufen.»

Drei Wildcard-Einsätze sind geplant

Anfang Mai beginnt auf dem Sachsenring die IDM-Saison 2026, mit neuem Serienname Euro Moto, Ende Mai geht es in Brünn weiter, Ende Juni folgt Brüx (Most). Das Team Freudenberg KTM hat für dieses Jahr drei Wildcards geplant, wann die erste absolviert wird, hängt maßgeblich vom Brünn-Test Mitte April ab.

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«Bei einem der ersten drei IDM-Events werden wir dabei sein», verspricht Carsten Freudenberg. «Wir haben mit KTM für dieses Jahr die Vereinbarung, dass das ein Testprojekt mit Wildcards ist. Ziel ist, dass wir das Motorrad mit KTM und Jonas so weit kriegen, dass man es 2027 in der WM einsetzen kann. In welcher Form, mit welchem Team, ist offen. Natürlich träumen wir davon zurückzukommen. Wichtig ist, dass wir erst mal unsere Arbeit machen.»

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