Neue SSP-WM sorgte für schlaflose Nächte bei der FIM
In der Supersport-WM 2022 sind neben den klassischen 600er-Motorrädern auch Bikes mit deutlich mehr Hubraum erlaubt – die FIM bezeichnet diese als «Next Generation». Am Konzept wurde viele Jahre gearbeitet.
Bis 2021 waren in der Supersport-Klasse nur Motorräder mit einem bestimmten Hubraum und Zylinderanzahl erlaubt. Vierzylindermotoren waren auf 600 ccm begrenzt, Dreizylinder-Motorräder durften 675 ccm haben und V2-Bikes 750 ccm.
Doch der Markt änderte sich, die Hersteller kamen den Wunsch der Kunden zu mehr Hubraum nach. Das Reglement passte nicht mehr und die Supersport-WM verkam zu einem Yamaha-Cup mit Beteiligung von einigen Kawasaki und wenigen MV Agusta.
In diesem Jahr kämpfen aber auch faszinierende Motorräder wie die Ducati 955 V2, die MV Agusta F3 800 und die Triumph Street Triple 765RS gegen die klassischen Supersportler von Yamaha und Kawasaki.
Die Einführung der
Federführend bei der FIM war Scott Smart dafür verantwortlich, ein technisches Konzept für die mittlere Kategorie der seriennahen Weltmeisterschaft zu entwickeln. Die Aufgabenstellung war komplex, die Zielsetzung vielfältig.
"Wir haben für jeden Hersteller individuelle Vorgaben. Bei einer Triumph sind einige Modifikationen am Motor durch den Hersteller erlaubt. Bei Ducati ist der Motor nahezu Serie ohne Modifikationen, abgesehen von Details für die Zuverlässigkeit – so ist es auch bei MV Agusta", sagte der Engländer bei WorldSBK. "Es gibt mehrere Ziele: Die Motoren müssen eine gewisse Leistung erreichen, es sollte günstig und zuverlässig sein. Wir wollten, dass ein Team in zwei oder drei Motoren für eine Saison investieren kann. Die bisherigen Supersport-Motoren sind hochgezüchtet und haben ein höheres Risiko für kapitale Schäden. Nach einer Saison sind alle fünf erlaubten Motoren hinüber. Jetzt reichen mitunter zwei Motoren aus, weil sie nicht am Limit sind. So erreichen wir eine höhere Sicherheit und niedrigere Betriebskosten."
Seit 2019 ist in der Supersport-WM eine
"Vor ein paar Jahren sind wir auf eine andere Steuerungselektronik umgestiegen, da wir diesen Plan und dieses Konzept schon vor ein paar Saisons im Kopf hatten. Durch die Steuerungselektronik gibt es jedem Hersteller und Team die gleiche Möglichkeit, die Motorbremsung, die Motorleistung und das Gefühl des Motorrads für die Fahrer abzustimmen", sagte der FIM-Techniker. "Wir hatten in der Software etwas eingebaut haben, um die Leistung der Motorräder zu regeln. Es war ein interessantes Projekt, mit zweieinhalb Jahren für die Entwicklung und viele schlaflosen Nächte."
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