Motorrad-Frauen-WM • Neu
Lob für Lucy Michel zum Saisonabschluss: In Jerez um die Top-10 gekämpft
Der zweite Lauf der Supersport-WM 2026 in Jerez war ein würdiges Finale für die mittlere Kategorie. Das spannende Rennen wurde nach Abbruch von Jeremy Alcoba gewonnen. Domi Aegerter wurde Zweiter.
Das zweite Rennen der Supersport-WM 2026 auf dem Circuito de Jerez wurde um 14:00 Uhr gestartet. Bei Rennstart zogen dunkle Wolken über die Rennstrecke und mit 23 Grad Celsius war es deutlich kühler als am Samstag. Auch wenn die Weltmeisterschaft seit Estoril zugunsten von Albert Arenas (Yamaha) entschieden ist, wollten sich zahlreiche Teilnehmer für Vertragsverhandlungen für die kommende Saison noch in Szene setzen.
Für den zweiten Lauf basiert für die Top-9 auf der schnellsten Rundenzeit aus Lauf 1. Ab Startplatz 10 wird die Reihenfolge der Superpole herangezogen. Aus Reihe 1 gingen daher Jorge Navarro (Triumph), Can Öncü (Yamaha) und Arenas ins Rennen. Dominique Aegerter war Siebter der Startaufstellung. Weil Simon Jespersen (Ducati) und Yuki Okamoto (Yamaha) nach Stürzen am Samstag auf den Rennsonntag verzichten müssen, rückten Philipp Öttl (18./Ducati) und Andreas Kofler (28./Yamaha) um eine bzw. zwei Positionen nach vorn.
Arneas bog vor Öncü und Navarro in die erste Kurve 1. Dahinter reihten sich Tom Booth-Amos (Triumph) und Jeremy Alcoba (Kawasaki) ein. Aegerter als Siebter. Der Engländer kam hinter den Yamaha-Piloten als Dritter aus der ersten Runde. Mit einer starken Startrunde fuhr Valentin Debise auf Platz 6 nach vorn.
Nach einem optimistischen Bremsmanöver wollte sich Booth-Amos in Kurve 6 der zweiten Runde an Öncü vorbeibremsen, krachte aber hart in das Heck der Arenas-Yamaha. Während Booth-Amos aus eigener Kraft die Gefahrenzone verließ, wurde der Weltmeister mit einer Trage geborgen und ins Medical-Center gebracht.
Durch den Zwischenfall wurde das Feld ordentlich durcheinandergewirbelt. Nach Runde 3 führte Alcoba vor Debise und Öncü. Bester Triumph-Pilot war nun Navarro als Vierter. Aegerter belegte Platz 8, Öttl folgte als 13. und Kofler auf der 24. Position.
Die vordere Gruppe reichte bis zu Ondrej Vostatek (Triumph), der als 14. nach fünf Runden nur 2,4 sec hinter dem führenden Debise zurücklag. Der Franzose hatte sich mit Öncü um wenige Motorradlängen von den Verfolgern abgesetzt. Mittlerweile hatte sich Aegerter auf den vierten Platz nach vorn gearbeitet.
Bei Halbzeit führte mit Matteo Ferrari ein Ducati-Pilot das Rennen an, dicht gefolgt von Aegerter , Öncü, Debise und Alcoba. Öttl kämpfte mit Corentin Perolari um Platz 12.
An der Spitze wurden die Rundenzeiten immer schneller. In Runde 10 von 17 fuhr Öncü in 1:42,311 min die schnellste Rennrunde, wurde aber dennoch von Aegerter überholt. Der Schweizer schnapte sich anschließend zu Beginn der zwölften Runde sogar von Ferrari die Führung!
Nicht nur Aegerter kam in der zweiten Rennhälfte immer besser in Fahrt, sondern auch sein Kawasaki-Teamkollege. Der junge Spanier war der nächste, der Führungarbeit leistete. Mittlerweile hatte sich das Quartett an der Spitze um 1,3 sec von Debise, Zaccone und Navarro abgesetzt.
Für Navarro war das Rennen in Runde 13 nach einem Sturz vorbei. Als daraufhin rote Flaggen geschwenkt wurden und 2/3 der Renndistanz absolviert waren, wurde der zweite Lauf mit diesem Stand gewertet: Alcoba gewinnt vor Aegerter – in der Kawasaki-Box herrschte Ausnahmezustand. Als Dritter kam Ferrari in die Wertung.
Bester Yamaha-Pilot wurde Can Öncü auf Platz 4, dahinter ZX-Moto-Pilot Debise auf der fünften Position.
Philipp Öttl holte als Zwölfter immerhin vier WM-Punkte. Keine Punkte gab es für Andi Kofler auf Platz 22.
Weitere Positionen: Corentin Perolari (11./Honda), Ondrej Vostatek (13./Triumph), Bahattin Sofuoglu (16./QJ Motor), Samuel Di Sora (23./MV Agusta).
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