Superbike WM • Neu
Jerez, FP2: Bulega gibt den Takt vor – sechs Ducati vor BMW und Bimota
Im Qualifying der Supersport-WM 2026 in Jerez holte sich Weltmeister Albert Arenas (Yamaha) in Rekordzeit die Pole-Position. Domi Aegerter (Kawasaki) begeistert als Vierter – Öttl mit Problemen.
Im freien Training am Vormittag fuhr Ducati-Pilot Matteo Ferrari in 1:42,020 min die schnellste Runde auf dem Circuito de Jerez. Nur 0,047 sec langsamer Jorge Navarro mit der Triumph Street Triple, der im PTR‑Team Oli Bayliss ersetzt – der Australier ist an diesem Wochenende in der BSB im Einsatz. Weltmeister Albert Arenas (Yamaha) folgt als Dritter.
Der nach seinem Sturz in Estoril angeschlagene Jaume Masià (Ducati) erhielt nach der Session für das restliche Wochenende Startverbot – der WM-Dritte konnte sich nur auf Gehhilfen durch das Fahrerlager bewegen.
Wie schon das zweite Training der Superbike-Kategorie fand die Superpole der Supersport-WM bei schönstem Sommerwetter und 30 Grad Celsius statt. Weil die mittlere Kategorie nur ein freies Training hat, nutzten die Piloten die meiste Zeit der 40-minütigen Session für die Abstimmung der Motorräder. Das Qualifying wurde leicht verspätet um 16:05 Uhr gestartet.
Für die erste ansprechende Rundenzeit sorgte Jorge Navarro, der auf seiner zweiten fliegenden Runde in 1:41,939 min bereits schneller als am Vormittag da. Dann ging es Schlag auf Schlag: Zuerst Jeremy Alcoba (Kawasaki), dann schrammte Arenas in 1:41,795 knapp am Rundenrekord von Randy Krummenacher aus 2019 vorbei.
Nach nur zehn Minuten sorgte der neue Weltmeister in 1:41,622 min für einen neuen Eintrag in der Pole-Statistik von Jerez!
Bei Halbzeit führte unverändert Arenas, mit nur 0,050 und 0,087 sec Rückstand folgten Tom Booth-Amos (Triumph) und Ferrari. Erfreulich: Dominique Aegerter brillierte als Vierter vor seinem Kawasaki-Teamkollegen Alcoba und Navarro. Philipp Öttl folgte als 15. und Andreas Kofler (Yamaha) als 27.
Seltsam: ZX Moto-Pilot Valentin Debise gelang als 16. noch keine konkurrenzfähige Rundenzeit. Der Franzose steht bereits als Vizeweltmeister fest.
15 Minuten vor dem Ende stürmte der bis dahin unauffällige Can Öncü mit einem Rekord in 1:41,462 min an die Spitze. Aber parallel war auch Arenas auf einer flotten Runde unterwegs und war noch einmal um stolze 0,378 sec schneller! Der sieben Jahre alte Rekord von Randy Krummenacher war mittlerweile um 0,7sec unterboten!
Zehn Minuten vor dem Ende holten sich die meisten Piloten bei ihren Teams. Sektorbestzeiten blitzten bei Navarro, Aegerter, Ferrari, Öncü und Lucas Mahias (Yamaha) auf, aber die Bestzeit von Arenas hielt jedem Angriff stand. Weil sich Öncü zwei Minuten vor dem Ende in der ersten Kurve verbremste und sein Motorrad anschließend eingrub, wurden zudem zahlreiche Runden gestrichen.
Es blieb dabei: Der Spanier im Team AS Racing holt sich die letzte Superpole in diesem Jahr. Startplatz 2 sicherte sich Navarro; die erste Reihe komplettiert Öncü.
Sein bestes Qualifying in diesem Jahr lieferte Dominique Aegerter als Vierter ab – ein starkes Lebenszeichen des Schweizers, dessen Aufwärtstrend seit Cremona erkennbar ist. Hinter dem 35-Jährigen reihten sich Alcoba und Mattia Casadei (6.) mit der besten Ducati ein.
ZX Moto-Star Valentin Debise steigerte sich auf Platz 12, was für den sechsfachen Saisonsieger eine herbe Enttäuschung sein dürfte. Bester Honda-Pilot wurde – wie immer – Corentin Perolari auf Startplatz 16. Für QJ Motor sprang ein beschaulicher 23. Startplatz durch Raffaele De Rosa heraus.
Großer Frust bei Philipp Öttl: Nachdem der Bayer in der Schlussphase durch den Kies ratterte, kam der Feel-Racing-Pilot nicht über die 19- Position hinaus. Der Österreicher Andreas Kofler qualifizierte sich als 30.
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