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Ken Roczen (HRC): Von Anderson einfach abgeräumt

Kawasaki-Werksfahrer Jason Anderson hat im Finale von San Diego die Linie von Ken Roczen (HRC) gequert, so dass der Deutsche stürzte und auf Platz 7 zurückfiel, doch die eigentlichen Probleme lagen tiefer.

US-Supercross

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Das Drama von San Diego ereignete sich in der 12. Runde des Finalrennens: HRC-Werksfahrer Ken Roczen war auf P5 gestartet und hatte sich bereits auf Rang 3 vorgearbeitet, als er plötzlich am Ende der Whoops etwas aus dem Rhythmus geriet und die nachfolgende Linkskehre auf einer weiteren Linie nehmen musste. Direkt hinter ihm befand sich Jason Anderson, der nach mäßigem Start vehement nach vorne drängte. Der Sieger von Oakland flog förmlich an Dylan Ferrandis und Eli Tomac vorbei und erreichte Roczen, der zu diesem Zeitpunkt auf Platz 3 rangierte. Der Thüringer befand sich seinerseits in Schlagdistanz zu Eli Tomac (Yamaha) auf Platz 2.

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Am Ende des Waschbretts kam Roczen etwas quer, so dass Anderson die Lücke zum Deutschen schließen konnte. Der HRC-Werksfahrer musste die nachfolgende Linkskehre anders als gewohnt anfahren. Anderson kam mit Geschwindigkeitsüberschuss von hinten näher und fuhr dem Deutschen vor das Vorderrad, so dass Roczen absteigen musste.

"Bei diesem Crash wurde mein Griff beschädigt", erklärt Roczen nach dem Rennen. "Danach konnte ich meinen Flow nicht mehr finden und hing die ganze Zeit auf dem siebten Platz fest."

Obwohl der Zwischenfall mit Anderson sehr heikel war, hat Roczen erkannt, dass das Problem bereits im Waschbrett begann. "Ich hatte keine Ahnung, dass er überhaupt hinter mir war", erinnert sich der Thüringer. "Ich kam in dieser Runde nicht gut durch die Whoops, kam quer und bin in der nächsten Kurve sehr weit herausgetragen worden. Anderson ist mir dann vor das Vorderrad gefahren."

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Die Whoops führten für Roczen schon vorige Woche in Oakland zu einer Beinahe-Katastrophe. Nach seinem verheerenden Crash im Qualifying, wo ihm sein Teamkollege Chase Sexton über den Kopf fuhr, stürzte er im Finale noch einmal, nachdem er am Ende der Waschbrettsektion ins Straucheln geraten war.

Nach den Ereignissen und Erkenntnissen von Oakland gab es unter der Woche also viel zu tun für das Team, doch die Bemühungen zahlten sich in San Diego am Ende nicht aus. "Die Strecke war ganz anders, als wir erwartet hatten. Wir haben die ganze Zeit auf sehr weichem Untergrund getestet. Der Boden hier war aber sehr hart und rutschig. Wir waren den ganzen Tag über auf der Suche nach einem Bike-Setting und haben ein paar Sachen ausprobiert. In jedem Training bin ich etwas anderes gefahren. Für das Finale hatten wir dann ein passendes Setup gefunden und ich habe mich auf dem Bike wohlgefühlt. Ich konnte Plätze gutmachen und alles lief gut bis Jason mich zu Fall brachte."

Anderson selbst erreichte zunächst P3, musste dann aber mit überhitztem Motor zurückstecken und kam am Ende nur auf P9 ins Ziel. Roczen betrieb nach seinem Crash auf Rang 7 Schadensbegrenzung.

Die Meisterschaftstabelle wurde in San Diego erneut gehörig durcheinandergewirbelt. Eli Tomac (Yamaha) wurde Zweiter hinter Sieger Chase Sexton (Honda) und übernahm damit die Meisterschaftsführung. Roczen ist zwar auf Rang 7 zurückgefallen, hat aber in der Tabelle trotzdem nur 7 Punkte Rückstand zur Spitze.

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Ergebnis San Diego, 450ccm:

1. Chase Sexton (USA), Honda

2. Eli Tomac (USA), Yamaha

3. Dylan Ferrandis (FRA), Yamaha

4. Cooper Webb (USA), KTM

5. Malcolm Stewart (USA), Husqvarna

6. Aaron Plessinger (USA), KTM

7. Ken Roczen (GER), Honda

8. Justin Barcia (USA), GASGAS

9. Jason Anderson (USA), Kawasaki

10. Marvin Musquin (FRA), KTM

Meisterschaftsstand nach Runde 3 von 17:

1. Eli Tomac (USA), Yamaha, 59

2. Chase Sexton (USA), Honda, 58, (-1)

3. Cooper Webb (USA), KTM, 58, (-1)

4. Justin Barcia (USA), GASGAS, 57 (-2)

5. Aaron Plessinger (USA), KTM, 54, (-5)

6. Jason Anderson (USA), Kawasaki, 53, (-6)

7. Ken Roczen (GER), Honda, 52, (-7)

8. Malcolm Stewart (USA), Husqvarna, 52, (-8)

9. Marvin Musquin (FRA), KTM, 47, (-12)

10. Dylan Ferrandis (FRA), Yamaha, 45, (-14)

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1

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349

2

Hunter Lawrence

346

3

Cooper Webb

315

4

Eli Tomac

275

5

Justin Cooper

273

6

Chase Sexton

237

7

Malcolm Stewart

204

8

Joey Savatgy

194

9

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189

10

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188

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