Ken Roczen (Suzuki/P2): Kam dieses Podium unerwartet?
In der Pressekonferenz nach dem Saisonauftakt in Anaheim klärte HEP-Suzuki-Pilot Ken Roczen seine Probleme im Qualifying auf. Platz 2 in Anaheim kam für einige Beobachter überraschend.
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Der deutsche HEP-Suzuki-Pilot Ken Roczen haderte in den letzten Tagen mit gesundheitlichen Problemen, wie er in der Pressekonferenz nach dem Saisonauftakt in Anaheim erklärte. "Vor der Krankheit fühlte ich mich eigentlich sehr gut, aber ich habe die Krankheit hier am Wochenende immer noch in mir gefühlt."
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Trotzdem war Roczens Rückstand nach dem Qualifying von 2,8 Sekunden zur Pole von Chase Sexton größer als erwartet. Später erklärte der Deutsche die Situation: "Im Qualifikationstraining sind mir zuerst einige Fehler unterlaufen, als ich auf einer schnellen Runde unterwegs war. Dann wurde ich bei einer weiteren Runde von anderen Fahrern aufgehalten und dann war die Session auch schon zu Ende. Ich war deshalb über den 14. Platz nicht zu sehr beunruhigt, weil diese Sachen passiert sind. Ich verfüge über genügend Erfahrung, um mit so einer Situation umzugehen. Wenn dann das Startgatter fällt, kann ich immer noch noch eine Schippe nachlegen und bin auch noch fokussierter als im Training." Außerdem erklärte Roczen, dass er mit dem trockenen Boden am Abend wesentlich besser zurechtkam als während der Trainingssessions am Vormittag. Der Deutsche gewann den ersten Vorlauf mit einem Vorsprung von 2,6 Sekunden vor dem späteren Dritten, Jason Anderson (Kawasaki). Auch Pole-Setter Chase Sexton (KTM) bestätigte in der Pressekonferenz, dass er von Roczens Speed im Heatrace überrascht war: "Ich beobachtete den ersten Vorlauf und dachte mir, dass der Abend wohl noch spannend werden könnte."
Roczen, der vor der Saison von den US-Medien nicht zum engeren Kreis der Titelaspiranten gezählt wurde, wird nach dem Auftakt in Anaheim plötzlich wieder als Favorit gehandelt. Der Deutsche wiegelt ab: "2021 war das letzte Mal, dass ich wirklich im Titelkampf war. Das scheint sehr lange her zu sein, aber so ist es nicht. Auch wenn die Saison heute gut angefangen hat, gebe ich dem nicht allzu große Bedeutung. In den letzten Jahren war ich kein Titelanwärter mehr, aber wenn ich mir das selbst nicht mehr zutrauen würde, hätte ich längst aufgehört. Heute war ein guter Start, aber ich denke, dass wir die Saison auch weiterhin Rennen für Rennen angehen werden. Mein Ziel ist es immer, das Podium zu erreichen. Wenn mir das gelingt, was schwierig genug ist, gibt es Chancen auf ein gutes Endergebnis. Ich bin immer noch hungrig auf Erfolg, aber wichtig ist, dass ich Spaß am Fahren habe."
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1. Chase Sexton (USA), KTM 2. Ken Roczen (D), Suzuki 3. Jason Anderson (USA), Kawasaki 4. Cooper Webb (USA), Yamaha 5. Eli Tomac (USA), Yamaha 6. Justin Barcia (USA), GASGAS 7. Justin Cooper (USA), Yamaha 8. Justin Hill (USA), KTM 9. Aaron Plessinger (USA), KTM 10. Malcolm Stewart (USA), Husqvarna 11. Hunter Lawrence (AUS), Honda 12. Jett Lawrence (AUS), Honda 13. Shane McElrath (USA), Honda
Meisterschaftsstand 450 nach Event 1 von 17: 1. Chase Sexton (USA), KTM, 25 Punkte 2. Ken Roczen (D), Suzuki, 22, (-3) 3. Jason Anderson (USA), Kawasaki, 20, (-5) 4. Cooper Webb (USA), Yamaha, 18, (-7) 5. Eli Tomac (USA), Yamaha, 17, (-8) 6. Justin Barcia (USA), GASGAS, 16, (-9) 7. Justin Cooper (USA), Yamaha, 15, (-10) 8. Justin Hill (USA), KTM, 14, (-11) 9. Aaron Plessinger (USA), KTM, 13, (-12) 10. Malcolm Stewart (USA), Husqvarna, 12, (-13) 11. Hunter Lawrence (AUS), Honda, 11, (-14) 12. Jett Lawrence (AUS), Honda, (10), (-15) 13. Shane McElrath (USA), Honda, (9), (-16) 14. Jorge Prado (E), Kawasaki, 8, (-17) 15. Vince Friese (USA), Honda, 7, (-18)
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