Pol Espargaro (13.) nach Razgatlioglu-Duell: Rückstand ist «beschämend»
KTM-Ersatzpilot Pol Espargaro sammelte bei seinem MotoGP-Einsatz in Silverstone immerhin einige Punkte, doch der Rückstand von mehr als 40 Sekunden beschämt den ehemaligen Moto2-Weltmeister.
Mit einem 13. Platz im Silverstone-Grand-Prix konnte Pol Espargaro durchaus zufrieden sein. Drei Punkte waren mehr, als man vor dem Einsatz als Ersatz für Maverick Vinales erwarten konnte. Dennoch zog der KTM-Testpilot ein eher enttäuschtes Fazit. Grund dafür: der große Rückstand von 41,3 Sekunden auf Sieger Raul Fernandez.
Im sturzreichen Rennen ließ Espargaro immerhin zwei Piloten hinter sich. Er setzte sich gegen Superbike-Weltmeister Toprak Razgatlioglu sowie Yamaha-Testfahrer Augusto Fernandez durch und kam als 14. ins Ziel. Espargaro profitierte zudem von der
«Es war nicht einfach, sich auf dem Motorrad zu halten», hielt Espargaro nach dem Grand Prix über 20 Runden fest. Sieben Fahrer schieden durch Sturz aus. «Mein Selbstvertrauen war nicht besonders groß. Jede Runde einen anderen Fahrer auf dem Boden zu sehen, hat es nicht verbessert.»
Pol Espargaro: Frust über großen Rückstand
Besonders der Rückstand von gut 40 Sekunden wurmt den Spanier. «Ich war viel zu langsam. Es ist lange her, als ich zum letzten Mal hier fuhr. Zudem fuhr ich länger nicht mit der 1000er-Maschine. Ich wollte an diesem Wochenende keine Fehler machen. Und das habe ich geschafft. Aber natürlich war ich viel zu langsam.»
«Ich erwarte, dass ich deutlich stärker wäre, sollte ich beim nächsten Rennen in Aragon zum Einsatz kommen. Mein Selbstvertrauen wächst und mein Körper und mein Kopf verarbeiten das Geschehen dieses Wochenendes. Sollte ich weitermachen, dann wird alles besser. Doch wenn ich nicht zum Einsatz komme, dann ist das auch ein positives Zeichen, denn das würde bedeuten, dass Maverick wieder dabei ist», bemerkte der Vinales-Ersatz.
Reifen und Verbrauch waren für Espargaro kein Problem
Der Reifenverschleiß war in Silverstone auch in diesem Jahr ein Thema. Die langgezogenen schnellen Kurven beanspruchten die Reifen stark. Vor allem im Sprint mit dem weichen Reifen sah man gegen Rennende sehr langsame Rundenzeiten.
Hat sich Espargaro seine Reifen besser eingeteilt als die Gegner? «Ich war viel zu langsam, um darüber nachzudenken, den Reifen zu schonen», stellte er klar und fügte hinzu: «Beim Weg in die Startaufstellung sah ich, wie alle Sprit sparen und im Ökomodus fuhren. Ich fuhr Vollgas, weil ich im Rennen so langsam fuhr, dass ich keinen Sprit sparen musste.»
«Ich kam mit 40 Sekunden Rückstand ins Ziel. In den letzten Runden kämpfte ich mit Toprak. Es war beschämend. Doch immerhin hatten wir etwas Spaß», kommentierte Espargaro das Duell mit dem MotoGP-Rookie und ärgerte sich über den riesigen Rückstand: «Es war ein Desaster. Wir müssen diese Erfahrung für die Zukunft nutzen.»
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