Jack Miller und Alex Rins: Letzte Chance für die Rettung ihrer WM-Karriere
Der Australier Jack Miller und der Spanier Alex Rins fahren 2027 nicht mehr in der MotoGP, das steht fest. Beide wollen in die Superbike-WM wechseln, haben aber bislang keinen Vertrag vorliegen.
Die langjährigen MotoGP-Fahrer Maverick Vinales, Alex Rins, Jack Miller, Brad Binder und Franco Morbidelli verlieren nach dieser Saison allesamt ihren Sitz in der Königsklasse, sie müssen den Moto2-Piloten David Alonso, Senna Agius, Izan Guevara und Daniel Holgado sowie dem angehenden Superbike-Champion Nicolo Bulega Platz machen.
Für
Rins hat keine Chance auf einen Platz in einer Werksmannschaft, führt aber schon länger Gespräche mit dem privaten Ducati-Topteam Go Eleven, für das zur Sommerpause Lorenzo Baldassarri Platz 7 in der Gesamtwertung einnimmt. Problematisch: «Balda» und auch seine Vorgänger Andrea Iannone und Philipp Öttl mussten Sponsoren mitbringen, damit das Team das Budget stemmen kann. Ob Rins Firmen in der Hinterhand hat, oder ob die rührige Truppe von Gianni Ramello es selbst hinbekommt, ist offen.
Jack Miller ist noch nicht aus dem Rennen
Jack Miller hat sich am vergangenen Wochenende während des Silverstone-GP optimistisch geäußert,
Bisher gingen sämtliche Äußerungen der Superbike-Verantwortlichen von Yamaha in die Richtung, dass es mit Vierge weitergehen soll. Der 29-Jährige ist zweitbester Yamaha-Lenker und hatte Pata-Teamkollege Locatelli, seit dem Abgang von Toprak Razgatlioglu nach der Saison 2023 die Nummer 1 bei den Blauen, mehrfach im Griff.
Als Miller seine Gehaltsvorstellung nannte und eine Million Euro pro Jahr aufrief, schien besiegelt, dass Vierge bleibt. Denn so ein Betrag ist für Yamaha in der Superbike-WM nicht machbar.
Miller um ein Vielfaches bekannter als Vierge
Fest steht aber auch: Miller ist um ein Vielfaches bekannter als Vierge und für das Marketing deutlich wertvoller. Von Yamahas MotoGP-Seite wurde schon früh der Wunsch geäußert, «Jackass» im SBK-Paddock unterzubringen. MotoGP-Boss Paolo Pavesio und SBK-Rennchef Andrea Dosoli sind alte Weggefährten, sie überlegen gemeinsam, was für Yamaha das Beste ist. Entgegen anderslautenden Medienberichten ist bei Yamaha noch keine Entscheidung zwischen Miller und Vierge gefallen, die Marke mit den drei Stimmgabeln im Logo hat dafür auch noch mindestens den restlichen August Zeit. Was den Gehaltswunsch von Miller betrifft, ist die Situation einfach: Er müsste akzeptieren, was ihm Yamaha bietet, ansonsten ist seine WM-Karriere beendet.
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