Toyota-Pilot Solberg baut Vorsprung in Chile aus, Evans liegt vor Pajari
Solberg nutzte die abtrocknende Strecke, um einen Vorsprung von 10,1 Sekunden auf Elfyn Evans herauszufahren, während Adrien Fourmaux auf dem dritten Platz Sebastien Ogier hinter sich ließ.
Oliver Solberg führt nach dem Freitag bei der Rallye Chile, während Toyota-Teamkollege Elfyn Evans auf dem besten Weg ist, seinen engsten Rivalen in der Rallye-Weltmeisterschaft, Sami Pajari (Toyota) in Schach zu halten.
Solberg übernahm bereits auf der ersten Wertungsprüfung der zweiten Südamerika-Rallye die Führung. Teamkollege Evans konterte auf WP 2 und verdrängte den Schweden zunächst von der Spitze.
Am Ende des Vormittags war Solberg entscheidend schneller als Evans und ging mit einem Vorsprung von 2,3 Sekunden in den Service. Die dritte WP hatte Thierry Neuville (Hyundai) gewonnen.
Nächtlicher Regen hatte die Wertungsprüfungen am Morgen nass und tückisch gemacht, am Nachmittag wurden Bedingungen zunehmend trockener.
Am Nachmittag zeigte Solberg eine fehlerfreie Leistung und schlug Evans auf allen drei wiederholten Wertungsprüfungen. Die überzeugende Fahrt gelang dem Monte Carlo-Sieger trotz eines Zwischenfalls in WP5, als er sich den Rücken verrenkte. Das gesundheitliche Problem beruht noch mit aus einer heftigen Landung vor sechs Wochen in Finnland.
«Wir haben versucht, den Abstand zu Elfyn zu halten und keinen Fehler zu machen um morgen keine Startposition zu verlieren. Das ist gelungen», kommentierte Solberg.
Evans war nicht gerade begeistert darüber, gegenüber Solberg an Boden verloren zu haben. Im Hinblick auf die Meisterschaft war es dennoch ein guter Tag, da Pajari die Etappe nur auf Platz fünf beendete.
«Der Nachmittag war härter als erwartet. Wir schienen gut unterwegs zu sein, aber die Zeiten bestätigen das nicht», räumte Evans ein.
An dritter Stelle liegt Hyundai-Pilot Adrien Fourmaux, der auf der letzten WP eine starke Fahrt zeigte und nach dem ersten Wertungstag 1,7 Sekunden vor Sebastien Ogier (Toyota) liegt. Pajari, der Gewinner der letzten drei WM-Läufe, liegt zwei Sekunden hinter dem amtierenden Weltmeister.
Nachdem er am Vormittag noch auf Platz vier gelegen hatte, beendete Thierry Neuville (Hyundai) seinen Arbeitstag auf Platz sechs. Der Belgier hatte am Nachmittag mit einem kleinen Dämpferleck zu kämpfen.
Neuville liegt 27,4 Sekunden hinter dem Spitzenreiter und besitzt aber fast eineinhalb Minuten Vorsprung auf Josh McErlean im M-Sport Ford auf Position sieben. Nur 2,4 Sekunden hinter seinem Teamkollegen wird dessen Teamkollege Jon Armstrog notiert.
Hinter Armstrong rangiert mit 9,1 Sekunden-Rückstand Hyundai-Teilzeitfahrer Esapekka Lappi auf Platz neun. Der Finne gesteht «Formprobleme» ein.
Lancia-Pilot Nikolay Gryazin führt in der WRC2 und komplettiert in die Gesamtwertung die Top Ten. Der WRC2-Meisterschaftsführende Robert Virves (Skoda) liegt 8.5 Sekunden dahinter.
Schwere Unfälle prägten die erste Etappe mit. Die sechste WP wurde nach Unfällen der WRC2-Toyota-Piloten Alejandro Cachon sowie Yuki Yamamoto Kilometer 8,5 an der gleichen Stelle ab. Auf der fünften WP hatte sich Fabrizio Zaldivar (Skoda) bereits überschlagen.
Gleich zu Beginn des Tages war Toyota-Pilot Takamoto Katsuta nach einem Ausritt in WP1 mit seinem Yaris Rally1 ausgeschieden.
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