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WRC-Fahrer protestieren mit Schweigen nach Shakedown

Wegen FIA-Strafe für Fourmaux werden die Fahrer nach den Tagesetappen bei der Rallye Kenia die Interviews verweigern.

WRC

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Nach Adrien Fourmauxs 10000 Euro Strafe (plus 20000 Euro auf Bewährung) für die Verwendung des F-Wortes in einem Interview nach der Powerstage in Schweden - verhängt aufgrund neuer Sprachrichtlinien der FIA - hatten sich alle Rallye1-Fahrer und Beifahrer sowie einige WRC2-Fahrer zur World Rally Drivers' Alliance (WoRDA) zusammengeschlossen. In einer Stellungnahme der Rallyefahrer-Gewerkschaft wurde die emotionale Fourmaux-Situation nach dessen Malheur bei der Rallye Schweden erklärt, und die überharte Strafe kritisiert.

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"Weil der Adrenalinspiegel am Ende einer Etappe ziemlich hoch ist, wollen wir Rallye-Fahrer vorerst keine Kommentare vor den TV-Kameras mehr abgeben", sagte Ott Tänak, WRC-Champion von 2019, jetzt in Kenia. Die FIA versprach vor Ortnun Gespräche mit der WoRDA nach dem Ende der Rallye Kenia. Grundsätzlich sieht sich die FIA aber weiterhin im Recht. Der FIA-Präsident Mohammed bin Sulayem gilt als Initiator der neuen Sprachregeln. Dafür wird er von Fahrern auch in anderen Rennserien teilweise recht stark kritisiert. Formel-1-Weltmeister Max Verstappen hatte im vergangenen Jahr während einer Pressekonferenz sein Auto mit einem Schimpfwort beschrieben und war daraufhin mit einer Strafe zur gemeinnützigen Arbeit verurteilt worden.

In der nach dem WM-Lauf in Schweden veröffentlichten Erklärung hatte die neu gegründete WoRDA ein Treffen mit FIA-Präsident Mohammed Ben Sulayem gefordert, um die Angelegenheit zu besprechen. Darin wurde argumentiert, dass das Adrenalin, welches am Ende einer Etappe noch durch die Körper strömt von der FIA nicht berücksichtigt werden würde und die "Strenge der Sanktionen für geringfügige, vereinzelte und unbeabsichtigte sprachliche Entgleisungen" nun auf ein "inakzeptables Niveau" gebracht worden sei.

Diese Erklärung wurde am 24. Februar veröffentlicht. Seither haben es offenbar keine Diskussion zwischen den Fahrern und der FIA stattgefunden.

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Nach der Shakedown-Prüfung am Mittwoch bei der Safari-Rallye Kenia traten die Fahrer zum ersten Mal seit der Gründung der WoRDA nun vor die Kameras.

Der WM-Spitzenreiter Elfyn Evans, ein Waliser und der amtierende Weltmeister Thierry Neuville (Belgien) gaben Antworten in ihrer Muttersprache, während andere - wie Adrien Fourmaux - einfach gar nichts sagten.

Es wird davon ausgegangen, dass die Fahrer das ganze Wochenende über weiter so vorgehen werden. Der zweifache Weltmeister Kalle Rovanperä erklärte: "Leider werdet ihr an diesem Wochenende nicht so viel von mir hören. Aber wir müssen so handeln, um etwas in der Angelegenheit zu bewegen". Ott Tänak fügte hinzu: "Bedauerlicherweise müssen wir jetzt so vorgehen, wie es jetzt die ersten Fahrer heute gemacht haben. Wie man hier schon sehen kann, kann der Adrenalinspiegel am Ende der Etappe ziemlich hoch sein. Daher können wir leider keine Kommentare zum Etappenende abgeben. So ist es eben im Moment. Hoffentlich kommt bald eine Lösung und wir können zur Normalität zurückkehren".

Die Fahrer sind sich einig "Unhöflichkeiten am Mikrofon" auf ein Minimum zu beschränken. Gleichzeitig sei es aber notwendig, eine gewisse Freiheit der Meinungsäußerung zu bewahren und die Emotionen am Leben zu erhalten. Die Piloten sollten keine Angst haben müssen, in irgendeiner Weise bestraft zu werden.

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Toyota Gazoo Racing World Rally Team

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