Neue CP3-Modelle: Yamaha bringt Dreizylinder-Ténéré und sportliche XSR900
Yamaha arbeitet an seinen Neuheiten für 2027. Im Herbst wollen die Japaner ihren Bestseller Ténéré 700 um eine große Schwester mit CP3-Triple ergänzen und auch in der Retro-Nische tut sich etwas.
Die EICMA 2026 wirft ihre Schatten voraus. Die Industrie-Leitmesse, die traditionell im November in Mailand stattfindet, bildet für die Motorradhersteller auch dieses Jahr den Abschluss des aktuellen Motorradjahres, in dem die Marken einen Ausblick auf ihre Produkte für die nächste Motorradsaison gewähren. Wichtig wird die Messe besonders für Yamaha werden, denn dem Vernehmen nach werden die Japaner ihr Reiseenduro-Angebot erweitern. In diesem steht der Bestseller Ténéré 700 seit seiner Einführung allein: «Unser Modellangebot ist so strukturiert, dass unsere Kunden die Möglichkeit haben, Schritt für Schritt größere Modelle zu bekommen. Man muss kein Genie sein, um zu sehen, dass das ausgerechnet bei einem unserer bestverkauften Modelle noch nicht zutrifft.» deutete Clément Villet, Europa-Direktor für Landfahrzeuge bei Yamaha, schon Ende letzten Jahres bei unseren Kollegen von MCN auf die offensichtlichste Lücke im eigenen Modellprogramm.
Geschlossen wird sie im Herbst mit einer Ténéré 900, in der der statt des CP2-Twins aus der kleinen Schwester der firmeneigene CP3-Dreizylindermotor zum Einsatz kommt. Weitere Hinweise darauf verbreitete derweil Yamaha selbst, mithilfe einer Einladung zur Premiere des Modells. Konkrete technische Angaben blieben die Japaner zwar schuldig, jedoch wurde mittels einer Herzschlaggrafik ein Triple mit abweichendem Hubzapfenversatz und entsprechend versetzter Zündfolge grafisch symbolisiert. Damit dürfte auch klar sein, dass das Triebwerk gegenüber der Naked-Schwester MT-09 weiterentwickelt wird. Das Motorrad selbst, so viel ist sicher, soll, ähnlich der kleinen Schwester, mit jedem Geläuf zurechtkommen. So wird die Ténéré 900 auf Rad-Reifenkombination ähnlich ihrer zweizylindrigen kleinen Schwester zurückgreifen – 21 Zoll vorn und 18 Zoll hinten. In leichtem bis mittelschwerem Gelände soll sie Klassenkonkurrentinnen überlegen sein.
Für reinen Asphalteinsatz gedacht ist hingegen die Yamaha XSR900 SP, auf die Homologationsdaten aus den USA hindeuten. Diese dürfte, im Gegensatz zur Ténéré 900, auf den unveränderten aktuellen CP3-Triple aus der MT-09 SP setzen, das legen die Eintragungen nahe. Wie die MT-09 SP dürfte sich auch die XSR900 SP vom Basis-Modell vor allem durch ein hochwertigeres Fahrwerk und bissigere Bremsen unterscheiden. Auch sie wird im Herbst auf der EICMA im November Premiere feiern.
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