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Ana Carrasco: Das Superbike-Paddock eröffnete ihr die Chancen ihres Lebens

Sportlich steckt Ana Carrasco in der Supersport-WM 2026 in einer Krise, aber es wäre nicht das erste Mal, wenn sich die Honda-Pilotin aus einem Tief herausfahren würde.

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Seit zwei Jahren bestreitet Ana Carrasco die Supersport-WM, doch für eine Platzierung in den Punkten hat es in den bisher 34 Rennen nicht gereicht. Tiefpunkt war das Meeting in Most 2025, als sie sogar die erforderliche Qualifikationszeit von 105 Prozent verpasst hatte und die Rennen als Zuschauerin verbrachte. Abschreiben sollte man die Spanierin deswegen jedoch nicht, denn es wäre nicht das erste Mal, dass sie sich aus einer sportlichen Sackgasse befreien würde.

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Als sie 2017 nach drei erfolglosen Jahren in der Moto3 in die Supersport-WM 300 wechselte, war sie nicht mehr wiederzuerkennen. Im ersten Jahr holte sie auf der anspruchsvollen Rennstrecke in Portimão einen Sieg und wurde WM-Achte. 2018 schrieb die 29-Jährige dann als erste Solo-Weltmeisterin auf der Rundstrecke Geschichte.

«2017 war ein sehr wichtiges Jahr für mich, denn es war ein völlig neues Projekt, und ich schlug zudem ein neues Kapitel in meiner Karriere auf», sagte Carrasco über ihren damaligen Wechsel in die seriennahe Weltmeisterschaft. «Es war ein entscheidender Schritt in meiner Karriere. 2018 habe ich mir meinen Lebenstraum erfüllt. Seit ich mit dem Rennsport angefangen habe, war es immer mein Ziel, Weltmeisterin zu werden, und das zu erreichen, war unglaublich. Ich hatte viele Jahre lang darauf hingearbeitet, diese Chance zu bekommen, und als ich es endlich geschafft hatte, war es ein Gefühl, das sich nur schwer beschreiben lässt.»

Man sollte den damaligen Triumph nicht kleinreden, denn einer ihrer damaligen Gegner war Manuel Gonzalez, der in diesem Jahr beste Chancen hat, die Moto2-WM zu gewinnen und der für einen Platz in der MotoGP gehandelt wurde.

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«Es fühlte sich an wie eine Belohnung für die Arbeit, die ich investiert hatte, und wie etwas, das ich dank all der Menschen erreicht habe, die an mich geglaubt und mich auf diesem Weg unterstützt haben. Jetzt, da mehr Zeit vergangen ist, bedeutet es mir noch mehr. Es ist Teil meiner Geschichte, und ich bin sehr stolz darauf. Ich stelle mir gerne vor, dass dieser Titel einen Wendepunkt in der Welt des Motorsports markiert hat und gezeigt hat, dass Frauen auf höchstem Niveau mithalten und gewinnen können.»

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Nach insgesamt fünf Jahren in der 300er-WM unternahm Carrasco einen erneuten Versuch in der Moto3 – und scheiterte erneut. Die 2024 etablierte und im Rahmen der Superbike-WM ausgetragene Women's Circuit Racing World Championship – kurz WorldWCR – bot ihr eine neue Chance.

«Es war ein bedeutungsvolles Jahr für mich, denn ich war nach mehreren schwierigen Saisons zu WorldWCR gekommen – vor allem aufgrund von Verletzungen und Projekten, die nicht so verliefen, wie ich es mir erhofft hatte», erinnerte sich die Honda-Pilotin. «Ich fühlte mich wieder wettbewerbsfähig; Rennen zu gewinnen und mich zurück in den Kampf um die Meisterschaft zu kämpfen, war etwas ganz Besonderes. Die Chance zu bekommen, erneut Weltmeisterin zu werden, war unglaublich. Ich hatte das Gefühl, dass sich all die Arbeit und all die schwierigen Momente gelohnt hatten. Es war auch ein Jahr, das mir viel Spaß gemacht hat. Der Kampf auf der Strecke war sehr ausgeglichen, was zu spannenden Rennen führte. Ich habe jedes Rennen genossen und es genossen, wieder um Siege kämpfen zu können.»

Nun steht Carrasco erneut vor einem Scheideweg. Eine potenzielle Möglichkeit für die Spanierin wäre die neue Sportbike-WM.

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