BSB: Warum haben die Top-6 nun mehr als 500 Punkte?

Von Andreas Gemeinhardt
Britische Superbike-Meisterschaft
Einer dieser sechs Herren wird der BSB-Champion 2018 sein

Einer dieser sechs Herren wird der BSB-Champion 2018 sein

In der Britischen Superbike-Meisterschaft beginnt am 14. September in Oulton Park der «Showdown 2018». Von nun an gelten für die ersten Sechs der BSB-Gesamtwertung ganz besondere Regeln.

In der Saison 2009 stand Leon Camier bereits frühzeitig als Titelträger der Britischen Superbike-Meisterschaft fest. Um in Zukunft die Spannung bis zum Saisonende aufrecht zu erhalten, wurde vor neun Jahren ein neues, kompliziertes Punktesystem eingeführt, welches auch heute noch seine Anwendung findet.

Im ersten Teil der «Main Season» wurden die Punkte nach dem herkömmlichen System vergeben. Nach dem zehnten Event auf dem Grand-Prix-Kurs in Silverstone wurden den ersten Sechs des BSB-Gesamtklassements zwei Streichresultate abgezogen.

Damit qualifizierten sich Leon Haslam (Kawasaki), Jake Dixon (Kawasaki), Glenn Irwin (Ducati), Joshua Brookes (Yamaha), Bradley Ray (Suzuki) und Peter Hickman (BMW) für den «Showdown», nur sie kommen noch für den Gesamtsieg in Frage.

Diese sechs Piloten ermitteln in den letzten sieben Läufen in Oulton Park (2 Rennen), Assen (2) und Brands Hatch (3) den neuen BSB-Champion. Sie starten pauschal mit 500 Punkten plus dem «Podiumskredit», der für Platz 1 drei Punkte, Platz 2 zwei Punkte und für Platz 3 einen Punkt vorsieht, in den «Showdown».

Haslam (568 Punkte) reist mit 45 Zählern Vorsprung auf Dixon (523) nach Oulton Park. Brookes (519) liegt derzeit auf dem dritten Gesamtrang vor Ray (519), Irwin (516) und Hickman (504). Die Fahrer ab dem siebten Gesamtrang streiten um den Trostpreis des «British Superbike Riders Cups».

Die «Punkteregulierung» vor dem BSB-Showdown ist aber nach wie vor umstritten, denn diese sorgt zwar für Spannung bis zu den letzten Rennen, wird aber dem tatsächlichem Saisonverlauf oft nicht gerecht. Zum Beispiel hätte 2012 bei konventioneller Punktevergabe Joshua Brookes statt Shane Byrne die Nase im Titelkampf vorne gehabt.

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