Rallye Dakar, 10. Etappe: 4. Sieg für Coma

Von Markus Lehner
Cyril Desprès: Die Atacama als Leader verlassen

Cyril Desprès: Die Atacama als Leader verlassen

Der im Gesamtklassement chancenlose KTM-Star Marc Coma gewann seine vierte Etappe. Für seinen KTM-Kollegen Cyril Després rückt der Gesamtsieg näher.

Der Spanier Marc Coma (KTM) holte sich bei der zehnten Etappe seinen vierten Sieg. 2:06 Minuten verlor der Franzose David Frétigné (Yamaha) als Zweiter auf Comas Bestzeit.

In der Gesamtwertung bleibt alles beim Alten: Der Franzose Cyril Desprès (KTM) führt klar mit 1:22:49 h Vorsprung auf Pal Anders Ullevalseter (KTM) und 1:24:07 h auf den Chilenen Francisco Lopez Contardo (Aprilia). Im Kampf um die Podiumsplätze wird es noch eng. Der viertplatzierte Helder Rodrigues (Yamaha) liegt mit 1:24:59 h Rückstand auf den Leader im selben Drei-Minuten-Zeitfenster wie Ullevalseter und Lopez Contardo.

Marc Coma hatte sich den Etappensieg zum Ziel gesetzt. «Ja, ich wollte diesen Sieg heute. Das Gelände hat sich völlig verändert. Wir haben die Atacama-Wüste verlassen, jetzt geht es nach Süden. Heute war Enduro-Tag, technisch anspruchsvoll und interessant. Ich versuche, jeden Tag zu zeigen, dass ich schnell bin. Ich bin als Erster gestartet und habe während der gesamten Etappe geführt. Das ist schwer, etwas vom Schwierigsten überhaupt in einer Rallye. Deshalb bin ich sehr zufrieden. Fast schon ein bisschen übermütig.»

Gesamtleader Cyril Despres war vorsichtig: «Ich habe meine Position verteidigt, das ist das Wichtigste. Ich habe keine Ausritte gemacht. Es waren viele rutschige Pisten dabei, Kurven am Abgrund, loses Geröll. Ich hatte keinerlei Interesse, anzugreifen. Wir sind hier in anderem Gelände, wo man sich erst anpassen und wieder auf hartem Untergrund zurechtfinden muss. Das hat nichts mehr damit gemein, was wir in den letzten drei Tagen zu sehen bekommen haben.»

Yamaha-Star David Frétigné, der bereits zu Beginn der Rallye wegen technischen Problemen entscheidenden Boden eingebüsst hatte, wurde Etappenzweiter: «Ein guter Tag. Die Sonderprüfung war nach meinem Geschmack, mit vielen Drifts und Sprüngen. Die Yamaha WR 450 ist ein spritziges, spielerisches Motorrad. Bei dieser Art von Wertungsprüfung kann man sich austoben und richtig Spass haben. Ich habe angegriffen, um ein paar Minuten rauszuschinden und vielleicht doch noch einen Podiumsplatz zu ergattern.»

Am morgigen 13. Tag und elften Wertungsetappe geht es von Santiago de Chile durch die Anden zurück nach Argentinien. Es geht hoch bis auf 3000 Meter über Meer, die Spezialprüfung ist 220 km lang.

Rallye Dakar, 10. Etappe:
1. Marc Coma, Spanien, KTM
2. David Frétigne, Frankreich, Yamaha, 2:06 min zurück
3. Helder Rodrigues, Portugal, Yamaha, 2:36 min
4. Rubin Faria, Portugal, KTM, 3:56 min
5. Francisco Lopez Contardo, Chile, Aprilia, 4:57 min
6. Cyril Despres, Frankreich, KTM, 6:25 min
ferner:
8. Pal Ullevalseter, Norwegen, KTM, 7:20 h zurück
57. Martin Freinademetz, Österreich, KTM, 47:59 min
63. Jan Vesely, Deutschland, Yamaha, 52:23 min
90. Christina Meier, Deutschland, Yamaha, 1:35:27 h

Gesamtstand nach 10 von 14 Etappen:
1. Cyril Desprès, Frankreich, KTM, 39:15:59 h
2. Pal Ullevalseter, Norwegen, KTM, 1:22:49 h zurück
3. Francisco Lopez Contardo, Chile, Aprilia, 1:24:07 h
4. Helder Rodrigues, Portugal, Yamaha, 1:24:59 h
5. Alain Duclos, Frankreich, KTM, 1:57:35 h
ferner:
17. Marc Coma, Spanien, KTM, 6:54:24
39. Martin Freinademetz, Österreich, KTM, 11:57:21 h
66. Jan Vesely, Deutschland, Yamaha, 22:49:26 min
91. Christina Meier, Deutschland, Yamaha, 48:02:19 h

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