Rallye Dakar: Motorrad-Gesamtsieg für Desprès

Von Markus Lehner
Cyril Despres: Als Sieger zurück in Buenos Aires

Cyril Despres: Als Sieger zurück in Buenos Aires

Nach 2005 und 2007 gewinnt KTM-Werkspilot Cyril Desprès seine dritte Rallye Dakar. Die letzte Etappe ging an seinen Wasserträger Ruben Faria.

Während der Abschlussetappe war der Gesamtsieg des Franzosen Cyril Desprès nie in ernsthafter Gefahr. Sein Vorsprung vor Beginn der 14. Wertungsprüfung hatte 1:04 Stunden auf den Zweitklassierten, den Norweger Pal-Anders Ullevalseter, betragen. Am Ende blieben es trotz vorsichtiger Fahrweise von Desprès immer noch 1:02 Stunden. «Jeder Sieg ist schön», sagte Desprès im Ziel glücklich, «aber dieser ist es ganz besonders. Ein Arbeitssieg, ein Sieg der Erfahrung, der Sieg eines starken Teams. Wir sind neun Personen im Team, und kein einziger hat das Ziel aus den Augen verloren. Alle wollten gewinnen, alle wollten kämpfen, und wir haben gewonnen. Es war eine harte, aber schöne Dakar, und ich freue mich riesig über den Gesamtsieg.»

Der Gesamtzweite Pal-Anders Ullevalseter war ebenso zufrieden: «Der zweite Platz in der Gesamtwertung ist mehr, als ich erhofft hatte. Ich habe davon geträumt, und jetzt ist es Wirklichkeit. Bei dieser Rallye Dakar habe ich nur schöne Momente erlebt. Kein Problem, kein Unfall, die Maschine lief wie geschmiert. Ich bin vielleicht nicht der schnellste Pilot, habe dafür aber jede Menge Erfahrung.»

Dem letzte Etappensieg ging an den am Morgen als Gesamtzehnter gestarteten Ruben Faria. Der Wasserträger von Desprès schlug ein scharfes Tempo an, um zu seinem Kapitän aufzuschliessen und um seine eigene Siegchance zu nutzen. Bereits beim ersten Messpunkt lag Faria in Führung. «Ich bin bei der Dakar an den Start gegangen, um Cyril Despres zum Sieg zu verhelfen. Gestern Abend habe ich ihm spasseshalber gesagt, dass ich eine Minute von Platz elf entfernt bin, und er meinte zu mir, ‘morgen kannst du schneller fahren und versuchen, noch auf Platz elf zu kommen’. Genau das habe ich heute getan und dadurch eine Etappe gewonnen. Dieser Tagessieg ist ein Geschenk, das Cyril mir gemacht hat, aber das Ziel war der Gesamtsieg für ihn.»

Hinter Desprès gab es trotz knapper Abstände keine Änderungen mehr. Francisco Lopez Contardo blieb Gesamtdritter. Dennoch machte der Chilene aus seiner Freude keinen Hehl, seine erste Rallye Dakar mit einem Podiumsplatz und als Sieger der 450er Wertung mit seiner Aprilia beendet zu haben. «Pal (Ullevalseter) und ich haben uns einen Wahnsinnskampf geliefert», sagte Lopez. «Aber gestern habe ich entschieden, die Ruhe zu bewahren. Was bringt es, auf Biegen und Brechen Platz 2 erobern zu wollen und dann vielleicht den Podiumsplatz zu verlieren!»

Rallye Dakar, 14. Etappe:
1. Ruben Faria, Portugal, KTM, 1:26:48 h
2. Pal-Anders Ullevalseter, Norwegen, KTM, 3:45 min zurück
3. Helder Rodrigues, Portugal, Yamaha, 3:57 min
4. Alain Duclos, Frankreich, KTM, 4:34 min
5. David Frétigne, Frankreich, Yamaha, 4:55 min
ferner:
50. Martin Freinademetz, Österreich, KTM, 27:14 h
61. Christina Meier, Deutschland, Yamaha, 32:51 h
65. Jan Vesely, Deutschland, Yamaha, 37:02 h

Endstand nach 14 Etappen:

1. Cyril Desprès, Frankreich, KTM, 51:10:37 h
2. Pal Anders Ullevalseter, Norwegen, KTM, 1:02:52 h zurück
3. Francisco Lopez Contardo, Chile, Aprilia, 1:09:48 h
4. Helder Rodrigues, Portugal, Yamaha, 1:19:33 h
5. David Frétigne, Frankreich, Yamaha, 1:55:56 h
ferner:
15. Marc Coma, Spanien, KTM, 6:32:46 h
39. Martin Freinademetz, Österreich, KTM, 15:47:04 h
62. Jan Vesely, Deutschland, Yamaha, 27:47:09 h
85. Christina Meier, Deutschland, Yamaha, 54:31:23 h

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