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Ross Brawn: «Neue Aero-Regeln sind vielversprechend»

Die F1-Verantwortlichen sind zuversichtlich, dass die neuen Aero-Regeln wie gewünscht zu mehr Überholmanöver führen. Je nach Strecke könnte es im Vorjahres-Vergleich bis zu 50 Prozent mehr Positionswechsel geben.

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Um die negativen Auswirkungen der komplexen Aerodynamik der modernen Formel-1-Renner einzudämmen, wurden die Regeln für die Saison 2019 angepasst. Dabei wurden im Vergleich zu 2018 Front- und Heckflügel sowie die Bargeboards und die Bremsbelüftungen einfacher gestaltet, um die Luftverwirbelungen hinter den Autos zu verringern und so engere Verfolgungsjagden zuzulassen.

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Während die Fahrer nach dem Saisonstart auf der überholfeindlichen Strecke von Melbourne noch unsicher waren, ob die Regeln auch die gewünschte Wirkung zeigen, zeigten sich viele nach dem zweiten Kräftemessen in Bahrain schon zuversichtlicher. Auch der frühere Ferrari- und Mercedes-Technikchef und heutige Formel-1-Verantwortliche für die sportliche und technische Seite der WM, Ross Brawn, ist sich sicher, dass die neuen Regeln ein Schritt in die richtige Richtung sind.

"Bereits in Melbourne machten sich die neuen Regeln bemerkbar, aber in Bahrain war der Effekt offensichtlicher. Die Änderungen wurden eingeführt, um es den Fahrern zu erlauben, näher an den Vordermann aufzuschliessen, und das scheint auch zu funktionieren", erklärt der Brite mit blick auf die ersten beiden Grands Prix des Jahres.

Und Brawn geht sogar noch einen Schritt weiter: "Ich würde sogar sagen, dass wir erst die ersten Anzeichen gesehen haben, die sehr vielversprechend sind, denn speziell in Bahrain haben wir tolles Racing erlebt. Natürlich hat das nicht nur mit den neuen Regeln zu tun, aber was ich in Melbourne und Sakhir gesehen habe, stimmt mich zuversichtlich für die restliche Saison. In Shanghai werden wir dann sehen, ob sich diese erfreulichen Erkenntnisse bestätigen lassen."

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Simulationen zufolge könnte es im Vergleich zum Vorjahr – je nach GP-Kurs – bis zu 50 Prozent mehr Überholmanöver geben, wie FIA-Technikexperte Nikolas Tombazis in der jüngsten Ausgabe des FIA-Magazins "AUTO" betont: "Wir haben für Australien keinen grossen Unterschied erwartet, weil es auf dieser Strecke generell schwierig ist, einen Gegner zu überholen. Aber einige Simulationen der 2018er-Rennen mit den 2019er-Regeln haben einen Zuwachs von 10 Prozent ergeben, in anderen wurden bis zu 50 Prozent mehr Manöver gezählt. Das ist das bisherige Feedback und natürlich wird das Bild klarer, je weiter die Saison voranschreitet. Wir haben keine Wunder erwartet in Australien, aber wir rechnen mit einem Schritt in die richtige Richtung."

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