Formel-1-Debüt: Felipe Nasr wie Tom Lüthi

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Sauber-Neuzugang Felipe Nasr hat sich entschieden: Er wird 2015 mit der gleichen Startnummer unterwegs sein wie der Schweizer Motorrad-Pilot Tom Lüthi, der 2005 den WM-Titel in der 125ccm-Klasse der MotoGP errang.

Mit der Verpflichtung von Felipe Nasr sorgte Sauber für überraschte Gesichter im Fahrerlager. Der 22-jährige Brasilianer, der in diesem Jahr seine dritte GP2-Saison auf dem dritten Gesamtrang abgeschlossen hat, durfte in diesem Jahr fünf Mal während eines Rennwochenendes Erfahrungskilometer sammeln. In Bahrain, China, Spanien, Texas und Brasilien rückte er jeweils im ersten freien Training aus. Allerdings nicht im Sauber-Renner, sondern für das Williams-Team, das in diesem Jahr mit dem dritten Rang in der Teamwertung alle Erwartungen übertroffen hat.

Weil aber beim britischen Traditionsrennstall aus Grove an einen Aufstieg zum Stammfahrer nicht zu denken war, da der Rennstall das 2014er-Duo Felipe Massa und Valtteri Bottas erwartungsgemäss auch für das kommende Jahr bestätigte, verabschiedete sich Nasr schweren Herzens in Richtung Sauber. Mit den Schweizern will der Nachwuchspilot aus Brasilia, der mit seiner dicken Mitgift alle Konkurrenten um das Sauber-Cockpit ausstach, nun sein GP-Debüt absolvieren.

Dabei soll die Nummer 12 auf seinem Renner prangen, wie Nasr seinen rund 22.700 Twitter-Fans mitteilte. Bei dieser Gelegenheit präsentierte er auch ein entsprechendes Logo, das in der Farbgebung mehr an das Force India-Team als an die Equipe der Eidgenossen erinnert. Nasrs Startnummer ist den Schweizer Motorsport-Fans besonders vertraut: Auch der Schweizer Motorrad-Star Tom Lüthi tritt mit der Nummer 12 an. 2005 konnte der Berner die 125er-Klasse der Motorrad-WM für sich entscheiden.

Nasr hofft natürlich auch auf eine erfolgreiche Motorsport-Karriere. Für die nähere Zukunft dürfte er sich aber bescheidenere Ziele gesetzt haben – nicht zuletzt wegen der finanziellen Probleme seines neuen Brötchengebers und die damit verbundene Formschwäche, die sich in diesem Jahr erbarmungslos zeigte: Das Team aus Hinwil konnte keinen einzigen WM-Punkt holen.

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