Bergring Teterow wegen Kosten nur am Pfingstsonntag

Von Hans-Werner Ruge
Grasbahn
Orga-Chef Adi Schlaak

Orga-Chef Adi Schlaak

In Bahnsportkreisen wird eifrig und kontrovers über die Neuerungen der traditionellen Bergringrennen in Teterow diskutiert. Organisationschef Adi Schlaak erklärte die Hintergründe.
Herr Schlaak, noch liegt der traditionsreiche Bergring im Winterschlaf, aber Vorstand und Rennleitung arbeiten längst an einem neuen Konzept für das Pfingstwochenende?

Das Renngeschehen zu Pfingsten im Bergring-Motodrom wird am Samstagabend mit dem hochkarätig besetzten Speedwayrennen um den 16. Auerhahnpokal gestartet. Bereits um 17 Uhr rollt ein internationales Fahrerfeld in der 250er-Klasse ans Band. Um 19 Uhr starten die Asse unter Flutlicht. Auf der benachbarten Grasbahn wird am Sonntag das 98. Bergringrennen ausgetragen. Das Training beginnt bereits um 8.30 Uhr, der erste Lauf wird traditionell um 12 Uhr gestartet.

Was sind die Beweggründe, die Rennen auf der 1877 Meter langen Grasbahn kompakt auf den Sonntag zu konzentrieren?

Es gibt sportliche und wirtschaftliche Gründe. Zum einen wollen wir durch weniger Vorläufe die Fahrerfelder insbesondere in der Königsklasse wieder maximal auffüllen und somit attraktiver für die Fans gestalten. Zum anderen gilt es, die immensen Veranstaltungskosten zu reduzieren und die witterungsbedingten Einnahmeverluste der Vorjahre zu kompensieren.

Welche Auswirkungen hat die Entscheidung auf den sportlichen Teil des Events?

Es werden wie in den Vorjahren die 500er-Klasse, die Speed-Crosser, die Quad-Klasse und die Amazonen starten. Alle traditionellen Entscheidungen wie der Bergringpokal, das Grüne Band, der Pokal der Nationen und der Hechtpokal der Speed-Crosser kommen konzentriert am Sonntag zur Austragung.

Zum Auftakt des Rennsonntags soll es eine spektakuläre Show geben?

Die acht Trainingsschnellsten bestreiten im Minutentakt ein Einzelzeitfahren um den Rundenrekord, der seit 1998 mit 121,795 km/h vom legendären Simon Wigg gehalten wird.

Es gab im Vorfeld auch Gespräche mit Fahrern. Wie ist deren Resonanz auf das neue Konzept?

Es gab mehrheitlich positive Rückmeldungen. Der dreifache Europameister Stefan Katt hat genauso seine Teilnahme avisiert wie Vorjahressieger Paul Cooper und sein englischer Landsmann Mitch Godden. Erstmals wird in diesem Jahr Deutschlands Bahnsportstar Martin Smolinski den attraktiven Bergringkurs angehen. Sein Comeback feiert Lokalmatador Daniel Rath, allerdings jetzt bei den Speed-Crossern. Erneute Verhandlungen laufen mit dem zweifachen Weltmeister Erik Riss. Auch die anderen Klassen werden zahlenmäßig stark besetzt sein.

Gibt es Veränderungen für die zahlreichen Campingfreunde, die das Pfingstwochenende gerne in der Mecklenburger Schweiz verbringen?

Es gibt keine Einschränkungen. Sowohl der Zeltplatz Heideschmiede als auch die Nordkurve sind ab Donnerstag vor Pfingsten zugänglich.

Für die zahlreichen Fans in der Nordkurve wird zudem ein langgehegter Wunsch in Erfüllung gehen?

Wir werden erstmals in diesem Bereich eine Videowand installieren und dorthin das Geschehen im Südteil der Strecke live übertragen.

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