Cudlin (Yamaha): Weltreise für Null IDM-Punkte

Von Esther Babel
IDM Superbike
Damian Cudlin schaut in eine ungewisse Zukunft

Damian Cudlin schaut in eine ungewisse Zukunft

Aus Australien war Damian Cudlin zum IDM Superbike Finale angereist. Die Ausbeute fiel aber eher mager aus. Die Zukunft des Yamaha-Piloten ist ungewiss.

Nach elfwöchiger Verletzungspause stieg Damian Cudlin auf dem Hockenheimring wieder auf seine Yamaha R1M. Cudlin, der ohne vorherigen Fitnesstest auf dem Hockenheimring angereist war, überraschte bereits im ersten freien Training mit der viertschnellsten Rundenzeit. Den Freitag schloss er nur 0.332 Sekunden hinter seinem Teamkollegen Max Neukirchner auf Platz 4 ab.

Im zweiten Qualifying am Samstag gelang dem schnellen Australier mit Platz 2 eine weitere Überraschung, bevor er in der Superpole eine Bestzeit von 1:26.356 Minuten fuhr und damit vom vierten Platz aus in beide Rennen startete.

 Der Start zum ersten Lauf am Sonntag verlief extrem gut für Cudlin. Er fuhr vom vierten Startplatz zunächst auf Rang 3 nach vorne, musste diese Position aber nach wenigen Kurven wieder an Neukirchner abgeben.

Beim Versuch, an seinem Teamkollegen dranzubleiben, rutschte Cudlin in der zweiten Runde übers Vorderrad in den Kies und musste sein Rennen frühzeitig beenden.
 Er selber blieb unverletzt, seine Yamaha R1M musste jedoch nach schweren Schäden in kürzester Zeit wieder repariert werden. Ein Defekt am Kabelbaum war in der kurzen Zeit bis zum nächsten Rennen jedoch nicht zu beheben, womit er im zweiten Lauf nur wenige Runden absolvieren konnte und frühzeitig wieder in die Box einbog.

«An einem so schwierigen Tag ist es manchmal schwer, positiv zu bleiben», gibt Cudlin zu. «Aber wir hatten ein gutes Qualifying. Ich hatte einen guten Start ins erste Rennen, lag zu Beginn an dritter Position und dann überholte mich Max. Ich habe einfach probiert, an ihm dranzubleiben, aber mir ist das Vorderrad weggerutscht. Das war ein ähnlicher Sturz wie ich ihn schon des Öfteren in diesem Jahr hatte. Das ist für mich in dieser Saison einfach eine Schwäche mit dem Vorderrad.»

«Im zweiten Rennen war ich zuversichtlich, dass wir es noch einmal probieren könnten, aber unglücklicherweise war etwas vom ersten Sturz beschädigt und wir hatten ein elektronisches Problem», fasst er seinen Saisonabschluss zusammen. «Es war nicht möglich, das Rennen zu beenden. Es ist wirklich traurig, die Saison so zu beenden, aber das ist Racing, manchmal ist es hart. Ich muss mich jetzt auf das nächste Jahr konzentrieren und hoffe, da etwas mehr Glück zu haben.»

«Der Sturz von Damian war wirklich schade», meint auch Teamchef Michael Galinski, «denn wir hätten ihm wirklich einen besseren Abschluss gegönnt, aber so ist es leider im Rennsport. Durch den Sturz hatten wir ein Problem mit dem Sensor, der in der Kürze der Zeit nicht gelöst werden konnte. Das ist leider der Nachteil, wenn man zwischen den beiden Rennen so wenig Zeit hat.»

Cudlin schließt die Meisterschaft mit 70 Punkten auf dem achten Rang der Gesamtwertung ab. Wie es weitergeht, weiss der Australier derzeit noch nicht. Er hatte mit dem Team Yamaha MGM nur einen Einjahresvertrag und ist nun wieder auf Jobsuche.

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