Takaaki Nakagami: Der Absteiger des Jahres rätselt

Von Isabella Wiesinger
Moto2

Der Japaner Takaaki Nakagami galt als Moto2-Titelanwärter 2014. Aber HRC transferierte ihn von Italtrans zu Idemitsu. Seither geht's steil bergab.

Die Saison 2013 verlief für Takaaki Nakagami verheissungsvoll: Indianapolis, Brünn, Silverstone, Misano – ein zweiter Moto2-GP-Platz, dann ein zweiter Platz, plus ein weiterer zweiter Platz und, immer wieder, ein zweiter Platz.

Im Herbst 2013 war der jetzt 22-jährige Japaner Takaaki Nakagami so weit in seiner Karriere wie noch nie zuvor. Vier Mal nacheinander auf dem zweiten Platz und in ein paar Rennen sehr nahe am Sieg, wobei er bis ein paar hundert Meter vor der Ziellinie das Rennen anführte. Wird er diese Performance dieses Jahr wiederholen können, wenn es wieder auf diese Rennstrecken zurückgeht?

In der Saison 2013 passte der ehemalige 125-ccm-Europameister Claudio Macciotta als Crew-Chief bei Italtrans die Kalex für «Taka» (wie Italiener ihn nennen) immer besser an seinen Fahrer an. Aber es war nicht nur das. «In den Rennen am Anfang der Saison 2013 hatte ich meine guten Momente, aber die schlechten Momente überwogen. Ich bin einige Male gestürzt», erinnert sich Nakagami an das Vorjahr.

Er wusste, dass das Potenzial da war, aber da er sein Können nie zeigen konnte, war er in der Sommerpause 2013 hin- und hergerissen. «Dann bin ich nach Japan in die Ferien gefahren; als ich zurück zur Rennstrecke kam, war ich ruhiger und entspannter.»

Die Resultate wurden besser und er spielte, ohne Zweifel, eine Schlüsselrolle am Saisonhöhepunkt. Das Ende der Saison war dem Beginn ähnlich – Höhen und Tiefen – und ausschlaggebend für seine Zukunft. HRC wollte ihn in einem japanischen Team, da Takaaki der vielversprechendste unter den Nippon-Fahrern war, aber Italtrans wollte, dass er bleibt.

Verständlicherweise,nicht nur weil die Italiener von seinen Fähigkeiten überzeugt waren, sondern auch wegen der exzellenten Beziehung zwischen Italrans Teambesitzer Germano Bellina (er besitzt das riesige Transport- und Logistik-Unternehmen Italtrans) und Nakagami.

Während der Saison 2012 und 2013 lebte Takaaki in Bergamo, als Gast eines Mitglieds der Italtrans-Familie. Er war mehr ein Sohn als ein Angestellter.

Der Weggang von Italtrans

Es war keine einfache Entscheidung für «Taka», der sich am Ende für das japanische Team entschied, obwohl er das Italtrans-Logo auf seinem Overall mitnahm, um zu zeigen, dass dies ein Abschnitt seines Lebens ist, den er nicht so schnell vergessen würde. «Ich war dieses Jahr ein paar Mal zu Besuch in Bergamo, auch nach dem Mugello-GP. Im gleichen Haus, am gleichen Ort – nur um Freunden 'Hallo' zu sagen. Wir arbeiten zwar nicht mehr zusammen, aber die Beziehung ist immer noch gut», versichert der Japaner.

«Ich weiss nicht, was jetzt als Nächstes passiert, in Indianapolis», erzählt der Japaner weiter. «Ich weiss, dass ich etwas zu bieten habe, und das ist ein grosser Antrieb für mich sowie für das Team. Aber die Tatsache, dass wir immer noch nicht herausgefunden haben, was uns 2014 in den Rennen behindert, liegt wie ein schwarzer Schatten über unserem Team.»

Die triste Zwischenbilanz: Noch kein Top-Ten-Platz 2014, elf Punkte in neun Rennen, das ergibt WM-Zwischenrang 23. Im Vorjahr bei Italrans fuhr «Taka» fünfmal aufs Podest, er wurde WM-Achter mit 149 Punkten.

Für die Weltmeisterschaft 2014 favorisiert Takaaki Nakagami den spanischen WM-Leader Tito Rabat. «Er ist nicht nur ein schneller Fahrer; er besitzt auch das Können, ein Rennen als ein Ganzes zu denken, wobei er in jedem Abschnitt schnell ist. Ich hoffe, dass ich ihm bald die Hand auf dem Podium schütteln kann», sagt der Absteiger.

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