Luis Salom: Die richtige Dosis des Risikos

Von Otto Zuber
Moto3
Interview mit dem Moto3-WM-Leader, Teil 2: Der KTM-Werksfahrer über die intensive Testarbeit von KTM, seine Lieblingsstrecke, seine Renntaktik und seinen Wunsch für die zweite Saisonhälfte.
Luis, was hat dich dieses Jahr am Moto3-Bike von KTM überrascht?

Ich bin sehr glücklich damit. Dieses Motorrad ist sehr einfach zu fahren, sehr gutmütig. Wenn du dich daran gewöhnt hast, macht es viel Spass. Für einen Fahrer ist es wichtig, dass er es auf dem Bike geniessen kann. Das hat mich einerseits überrascht und andererseits schätze ich das sehr.

Nach dem Mugello-Test hast du gesagt, ihr habt signifikante Verbesserungen machen können. Worum handelte es sich?

In Italien, wie auch letzte Woche in der Slowakei, haben wir einen spektakulären Job abgeliefert. Ich glaube nicht, dass ich jemals so viel gefahren bin. Viele Kilometer zu machen ist genau das, was dir erlaubt, mehr über die Leistungsfähigkeit des Motorrads zu lernen. So konnten wir kleine, aber wichtige Änderungen an der Front machen. Ich denke, da haben wir einen Schritt vorwärts gemacht. Ich muss mich bei KTM für die geleistete Arbeit bedanken, denn es war spektakulär.

Jetzt kommen noch neun GP. Gibt es darunter Strecken, die besonders aufregend sind?

Ohne Zweifel ist der Indianapolis Motor Speedway die Strecke, auf die ich mich am meisten freue. Ich mag sie sehr und dort konnte ich letztes Jahr auch meinen ersten Sieg in der WM holen. Ich freue mich auf das Ende der Sommerpause und darauf, auf die Strecke zurückzukehren. Die anderen Strecken sind mehr oder weniger alle etwa gleich für mich. Es gibt darunter aber keine Strecke, die ich nicht mag. Die Rennen in Spanien sind immer speziell.

Wie gehst du in die Serie der Rennen in Asien? Sind die Überseerennen anders im Vergleich zum Rest?

Für mich sind Malaysia, Australien und Japan einfach Rennen wie jedes andere. Der Oktober fliegt vorbei, die Zeit geht schnell vorbei. Das ist eine Schande, denn ich wünschte, ich könnte sie mehr geniessen. Jetzt, nach den Ferien, bereitest du dich auf drei Rennen in Folge vor, von denen ich eines ums andere nehme. In der zweiten Saisonhälfte verbringst du viel mehr Zeit nicht zu Hause, deshalb bleibe ich die letzten Wochen zuvor bei mir.

In den letzten GP hast du das Rennen sehr gut gelesen. Was ist das Geheimnis?

Es gibt keines. Ich versuche einfach, auf dem Motorrad schnell zu denken und das zu machen, was ich für richtig halte. Während einer Saison funktioniert das mal, ein anderes Mal nicht. Du musst gerade so viel riskieren, dass du das bestmögliche Resultat mitnehmen kannst.

Zuletzt wurden die Rennen immer in der letzten Runde in einer Dreier-, Vierer- oder Fünfergruppe entschieden. Denkst du, das wird weiterhin so sein?

Ich hoffe nicht (lacht). Aber es stimmt, zuletzt war es immer wieder so. Aber das ist normal, denn wir haben dieselben Motorräder und alle Fahrer sind sehr stark. Wir werden sehen, was in den verbleibenden neun Rennen passiert. Aber meine Intuition sagt mir, dass es im selben Stil weitergehen wird.

Ist die Sommerpause zum richtigen Zeitpunkt gekommen?

Ja, ich denke schon. Abgesehen vom Test letzte Woche werde ich dem Kopf und dem Körper Ruhe gönnen. Es ist auch die Zeit, in der du den Sommer mit der Familie geniessen kannst.

Was wirst du in den nächsten Wochen machen?

Ich werde versuchen, ein wenig zu relaxen, aber ich trainiere weiterhin. Es kommen noch viele GP, ich darf mich nicht zu sehr zurücklehnen.

Wie lautet dein Wunsch für die zweite Saisonhälfte?

Dass alles gut läuft und wir nach jedem Rennen sicher und gesund wieder nach Hause kommen.

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