Enea Bastianini: «Kann mit den Topfahrern mithalten»

Von Nereo Balanzin
Moto3
Enea Bastianini ist mit 16 Jahren neben Romano Fenati die grösste Zukunftshoffnung Italiens. Er ist wissbegierig, talentiert, ehrgeizig. Und er schaut den Stars auf die Finger.

Der 16-jährige Italiener Enea Bastianini einigte sich im Winter mit dem Gresini-KTM-Team, damals war er noch keine 16 Jahre alt und wollte eigentlich noch ein Jahr im Red Bull Rookies-Cup fahren.

Aber der talentierte WM-Neuling hat in seiner ersten Moto3-WM-Saison nicht enttäuscht. Er ist WM-Elfter – und stand beim Catalunya-GP als Zwieter auf dem Podest.

Er ist neben Romano Fenati Italiens zweite grosse Zukunftshoffnung – neben Romano Fenati.

Und er hat für 2014 noch einiges vor.

«Ich weiss nicht, ob ich es schaffen werde, in Indianapolis wieder ein gutes Rennen zu fahren, nachdem die Sommerpause zu Ende ist. Wenn ich einen Ort wählen müsste, von dem ich glaube, dass ich dort eine gute Leistung erbringen kann, würde ich Brünn wählen. Eine tolle Strecke. Das erste Mal, als ich dort war, fehlten mir die Worte... Atemberaubend. Leider wurde ich im Rookies-Cup touchiert und stürzte in der zweiten Runde. Oder war es die dritte... Jedenfalls bedaure ich es noch immer.»

Enea Bastianini trägt einen Ohrring am linken Ohrläppchen. «Ja, es ist genau der gleiche, den auch Valentino trägt. Nur kleiner...»
Richtig: Hierarchie.

«Oh, ich bin mir ganz im Klaren, wo meine Position im Paddock ist», hät Bastianini fest. «Und auch auf der Rennstrecke. Ich gebe zu, dass der grösste Fortschritt, den ich gemacht habe, daher kommt, dass ich die Fahrstile und Entscheidungen von Piloten mit mehr Erfahrung beobachte. Alex Márquez zum Beispiel. Er ist meiner Meinung nach einer der Besten. Du sagst, dass sein älterer Bruder ihm Tipps gibt? Kann schon sein. Offensichtlich. Aber er hat das Beste daraus gemacht. Was ich als Erstes gelernt habe in der Weltmeisterschaft ist, dass je schneller du fährst, desto weniger Entscheidungen kannst du bezüglich der Linien treffen. Bei einer hohen Geschwindigkeit gibt es nur eine korrekte Linie. Das bedeutet, dass Strategie wichtiger ist als jemals zu vor. Und dass ich möglicherweise, was die reine Geschwindigkeit betrifft, den Speed, mit den Topfahrern mithalten kann. Aber auch, dass ich noch viel zu lernen habe.»

«Die zweite Hälfte der Saison wird sehr, sehr schwer», weiss Enea. «Und da spreche ich nicht nur von mir selbst. Honda hat viel geleistet, aber KTM hat die Entwicklung beschleunigt und sich angestrengt. Es wird ein harter Kampf. Die KTM-Maschine ist sehr stark und hat eine unglaubliche Beschleunigung. Der Rahmen ist sehr steif. Das heisst, dass du ein perfektes Set-Up braucht, wenn du das Beste herausholen willst. Sollte das der Fall sein, je mehr du pusht, desto besser reagiert es... Eine richtige Rennmaschine.»

Man erkennt Enea schon von weitem. An seinen Haaren. Balotelli-Style. Oder der letzte Mohikaner, wenn es dir lieber ist. «Findest du meine Frisur komisch? Kann schon sein, aber das Mädchen, mit dem ich gehe, hat mir gesagt, dass sie es mag. Kein Zweifel also: Ich werde die Frisur behalten, wie sie ist.»

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