Superbike-WM

Randy Krummenacher wählerisch: «Mit MotoGP-Erfahrung»

Von - 08.07.2019 18:19

Yamaha-Rennchef Eric de Seynes möchte dem Supersport-Weltmeister den Aufstieg in die Superbike-WM ermöglichen. Um diesen Schritt zu wagen, müssen für Randy Krummenacher die Voraussetzungen stimmen.

Als Supersport-Weltmeister 2018 erhält Sandro Cortese von Yamaha die Chance, dieses Jahr im Giansanti Racing Team Superbike-WM zu fahren.

Nach acht von zwölf Rennen führt der Schweizer Randy Krummenacher die Supersport-WM an, in Donington Park brauste er nach missglücktem Qualifying von Startplatz 11 auf Rang 4. Zum ersten Mal in dieser Saison beendete er das Rennen nicht als Erster oder Zweiter.

Krummi und sein Evan-Bros-Teamkollege Federico Caricasulo werden den WM-Titel unter sich ausmachen, sofern sie verletzungsfrei durch die Saison kommen. Nach Donington liegt der Zürcher Oberländer 15 Punkte vor dem Italiener, Jules Cluzel auf Gesamtrang 3 fehlen bereits 41 Punkte.

2017 fuhr Krummenacher schon einmal eine Saison Superbike-WM, damals für Puccetti Kawasaki. Ist dein Ziel, 2020 in die höchste Klasse zurückzukehren? «Ich habe mit Eric de Seynes nur oberflächlich über dieses Thema gesprochen», erzählte der 29-Jährige SPEEDWEEK.com. «Mein Ziel ist, Weltmeister zu werden – dann schaue ich weiter. Ich mag die Supersport-Klasse und weiß nicht, zu welchem Angebot aus der Superbike-WM ich ja sagen würde.»

Yamaha hat das Giansanti Racing Team, um vielversprechende Fahrer in die Superbike-WM zu bringen. Es ist vorstellbar, dass Marco Melandri nach dieser Saison Platz machen muss und Sandro Cortese einen neuen Teamkollegen bekommt.

«Mit GRT habe ich in der Vergangenheit keine gute Erfahrung gemacht, für sie hätte ich mal Supersport fahren sollen. Ich bin nicht scharf darauf, für sie zu fahren», hielt Krummenacher fest.

Da er keinen Platz im Werksteam bekommt, bleibt neben GRT nur Ten Kate. Die Niederländer sind aber ein unabhängiges Team und haben eigene Vorstellungen, was die Fahrerwahl betrifft. Der Einfluss von Yamaha ist begrenzt.

«Die Theorie mit freien Plätzen ist immer schön, aber ich bin sehr vorsichtig geworden», unterstrich Krummi. «Mir wurde schon viel erzählt und am Schluss war nichts schwarz auf weiß. Wenn es Zeit ist zu entscheiden, was wir nächstes Jahr machen, dann schaue ich mir an, was konkret vorliegt. Ich war in der Superbike-WM und habe die Erfahrung gemacht, dass sie sehr unterschätzt wird. Das ist ein richtiges Rennmotorrad, bei dem viele Faktoren zusammenspielen müssen. Die Crew muss viel größer und am besten mit MotoGP-Erfahrung sein. Das Motorrad fordert Leute, die Ahnung haben, um konstant in die Top-5 oder Top-8 zu fahren. Alles andere interessiert eh keinen Menschen. Das ist ein riesiger Mehraufwand zur Supersport-WM.»

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