Cloppenburg: David Bellego Sieger Night of the Fights

Von Rudi Hagen
Speedway
Sieger David Bellego in Cloppenburg bei der Ehrenrunde

Sieger David Bellego in Cloppenburg bei der Ehrenrunde

Der Franzose David Bellego gewann das Finale der «Night of the Fights» in Cloppenburg und damit den McDonald’s Supercup vor Adrian Gala (PL). Auf den Plätzen 3 und 4 folgten René Deddens und Martin Smolinski.

Der MSC Cloppenburg hatte sein zehntes Rennen in der Speedway-Arena an der Boschstraße in Cloppenburg angerichtet und alle kamen. Die Ränge in der urigen Arena im Industriegebiet Emstekerfeld waren mit einem erwartungsvollen Publikum eng gefüllt, über 4000 waren da und genossen das Speedwayspektakel unter Flutlicht.

Tobias Kroner als Publikumsliebling in der Soestestadt hat sich ja bekanntlich in den sportlichen Ruhestand als Aktiver verabschiedet. Aber das macht ja nichts, denn man hat ja noch René Deddens. Der rasende Polizist aus Emstek verzückte die Fans mit herausragendem Kampfgeist, klugen Linien und Herz und Leidenschaft.

Der 27-Jährige startete den Abend mit drei Laufsiegen, wo er im dritten auch Jason Doyle, den Speedway-Weltmeister von 2017, hinter sich lassen konnte. In Heat 20 übertrieb es Deddens allerdings. Er fuhr mit beiden Rädern in der Zielkurve ins Innenfeld und kassierte einen Nuller. Im hart umkämpften Semifinale 2 konnte der Clubfahrer des MSC Cloppenburg den starken Polen Przemyslaw Pawlicki in Schach halten und qualifizierte sich als Zweiter hinter David Bellego für das alles entscheidende Finale.

Schon vorher hatte sich mit Martin Smolinski ein weiterer Fahrer des MSC Cloppenburg für das Finale qualifiziert. Der Olchinger, wie immer keine Startrakete, raste ausgangs der ersten Kurve hinter dem Polen Adrian Gala, Jason Doyle und dem Russen Viktor Kulakov her. Auf Platz 3 angekommen, guckte er sich auch Doyle aus und schnappte ihn sich in der letzten Runde.

Damit standen mit Deddens und Smolinski zwei Piloten des MSC Cloppenburg im Finale. Ihr Clubkamerad, der junge Lukas Fienhage, am Vortag 20 Jahre alt geworden, hatte einmal mit einem Ausrutscher Pech und kam am Ende nur auf zwei Punkte, ebenso wie Max Dilger aus Lahr. Kai Huckenbeck aus Werlte belegte mit acht Punkten Platz 8.

Den Start im Finale gewann David Bellego und fuhr dem Feld letztlich davon. Folgen konnte nur Adrian Gala, René Deddens und Martin Smolinski mussten die Plätze 3 und 4 unter sich ausmachen. Das Publikum aber war zufrieden und spendete viel Applaus.

Erstmals auf der Speedwaybahn in Cloppenburg waren Gespanne im Programm. Die Pfarrkirchener Markus Venus/Markus Heiß, William Matthijssen/Sandra Mollema aus den Niederlanden und die Briten Mitch Godden/Paul Smith rutschten auf der bestens präparierten Bahn in voller Einigkeit herum und kassierten jeweils einen Laufsieg.

Ergebnisse NotF in Cloppenburg (D):

Solo: 1. David Bellego (F), 18 Punkte. 2. Adrian Gala (PL), 16. 3. René Deddens (D), 13. 4. Martin Smolinski (D), 11. 5. Jason Doyle (AUS), 15. 6. Przemyslaw Pawlicki (PL), 13. 7. Viktor Kulakov (RUS), 9. 8. Kai Huckenbeck (D), 8. 9. Timo Lahti (FIN), 9. 10. Dimitri Bergé (F), 7. 11. Paco Castagna (I), 6. 12. Mikkel Bech (DK), 4. 13. Luke Becker (USA), 4. 14. Max Dilger (D), 2. 15. Lukas Fienhage (D), 2. 16. Mads Hansen (DK), 2. NS Theo Pijper (NL).
Semifinale 1: 1. Gala, 2. Smolinski, 3. Doyle, 4. Kulakov.
Semifinale 2: 1. Bellego, 2. Deddens, 3. Pawlicki, 4. Huckenbeck.
Finale: 1. Bellego, 2. Gala, 3. Deddens, 4. Smolinski.

Gespanne: Markus Venus/Markus Heiß (D), 6 Punkte. William Matthijssen/Sandra Mollema (NL), 6. Mitch Godden/Paul Smith (GB), 6.

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