Brokstedter Ligateam von Verletzungssorgen geplagt

Von Peter Fuchs
Speedway-Bundesliga
Antonio Lindbäck (vorne) verstärk den MSC Brokstedt

Antonio Lindbäck (vorne) verstärk den MSC Brokstedt

Der MSC Brokstedt rüstet sich für den Auftakt der Speedway-Bundesliga-Saison, der für den Deutschen Meister mit einem Heimspiel beginnt. Kai Huckenbeck und Peter Kildemand werden nicht dabei sein.

Für das Rennen am 1. Mai auf dem Holsteinring gegen das neuformierte Team der «Norden Haie» planten die Verantwortlichen um Teammanagerin Sabrina Harms mit den Akteuren Kai Huckenbeck und dem Dänen Peter Kildemand, doch musste nun kurzfristig umdisponiert werden.

«Leider haben sich unsere beiden Wunschkandidaten verletzt», so MSC-Pressesprecher Michael Schubert. Bei einem Trainingslauf im polnischen Danzig stürzte Huckenbeck und zog sich einen Bruch des Knöchels und des Fersenbeins im linken Fuß zu. Damit ist ein Einsatz des Deutschen Speedway-Meisters, der im vergangenen Jahr zur Stammformation in Brokstedt zählte, am 1. Mai ausgeschlossen.

Auch Kildemand musste seinen Start für das Heimrennen der Wikinger absagen. Nicht nur eine Kreuzbandverletzung plagt den dänischen Spitzenfahrer – auch eine Nominierung für das Nationalteam Dänemarks für einen Ländervergleich mit Polen am gleichen Tag macht einen Start in Brokstedt unmöglich. Schubert: «Wir mussten handeln, erwarten wir doch mit dem Bundesliga-Neuling aus Norden einen Gegner, der zu den großen Unbekannten der Liga zählt.»

Wieder einmal konnte sich Brokstedt auf Teammanagerin Harms verlassen, die ihre guten Kontakte in der internationalen Speedway-Szene glänzend nutzte und mit Christian Hefenbrock und Antonio Lindbäck aus Schweden für schnellen Ersatz sorgte. Harms: «Beide sind in der vergangenen Saison für uns gestartet und beide gehören derzeit zu den leistungsstärksten Fahrer, die für einen Bundesliga-Einsatz bereit stehen.»

Gerade Lindbäck nährt mit seinen Grand-Prix-Erfahrungen große Hoffnungen auf viele Punkte. Hefenbrock indes zählt seit Jahren zu den Top-Athleten Deutschlands.

Der Jäger wird zum Gejagten

Geht es nach Harms & Co., soll am 1. Mai vor eigenem Publikum das Startsignal für die Titelverteidigung erfolgen. Zählte Brokstedt in der vergangen Saison noch als Außenseiter um die Vergabe der Speedway-Krone, mutiert der Jäger in diesem Jahr zu Gejagten und wird in Expertenkreisen als einer der Favoriten unter den sechs Liga-Teams gehandelt.

Neben Lindbäck und Hefenbrock setzt Brokstedt auf bewährte Größen. Neben Mannschaftskapitän Tobias Kroner (Dohren) stehen mit dem Dänen Mads Korneliussen und Matthias Kröger (Bokel) verdiente Akteure im Team. Premiere in der Bundesliga feiert dagegen Nachwuchstalent Lukas Fienhage aus Vechta, der in diesem Jahr seinen ersten Startvertrag beim MSC Brokstedt unterschrieben hat. Das Auftaktrennen des MSC Brokstedt auf dem Holsteinring beginnt am 1. Mai um 14 Uhr (Training und Rahmenprogramm ab 10 Uhr).

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