Adi Schlaak (Teterow-GP): «Nehmen Kritik sehr ernst»

Von Hans-Werner Ruge
Speedway-GP

Am 9. September 2017 trifft sich zum zweiten Mal die Speedway-Weltelite zum Deutschland-Grand-Prix in der Teterower Bergring-Arena. Organisationschef Adi Schlaak über Bilanz und Ausblick.

Herr Schlaak, über 12.000 Fans waren im Vorjahr begeistert vom sportlichen Teil, der fantastischen Stimmung und nicht zuletzt von der Leistung des Deutschen Martin Smolinski. Wie fällt mit einigem Abstand ihre Bilanz der Premiere aus?

Zunächst bin ich stolz, den Grand Prix nach neun Jahren Pause wieder nach Deutschland geholt zu haben. Heute kann ich sagen, es war rundherum ein gelungener Event. Sowohl sportlich als auch wirtschaftlich sind unsere Erwartungen voll aufgegangen. In einem jährlich von der Weltföderation durchgeführten Veranstaltungsranking ist Teterow auf Anhieb auf Platz 3 der elf GP-Stationen gewertet worden. Außerdem haben wir den Zuschlag als Ausrichter des Deutschland-Grand-Prix für die nächsten drei Jahre bekommen.

Bereits im Vorjahr ist baulich eine Menge im Umfeld der Arena investiert worden. Was steht noch auf dem Plan?

Wir haben mit Hilfe von Sponsoren die gesamte Zuwegung im nördlichen Bereich verbessert und komplett ausgeleuchtet. Zusätzliche Gebäude für die Arbeit der Offiziellen, der internationalen TV-Stationen, der Presse und nicht zuletzt der Fahrer wurden geschaffen. Zur Sicherheit der Zuschauer sind im gesamten Stehplatzbereich sogenannte Wellenbrecher installiert sowie Zusatztribünen mit mehreren tausend Sitzplätzen errichtet worden. In diesem Jahr wird die Sitzplatzkapazität noch einmal um 1000 erhöht. Momentan gelten unsere Anstrengungen der 314 Meter langen Bahn. Der gesamte Belag wurde maschinell aufgenommen und gesiebt. Im Frühjahr werden nochmals mehrere Dutzend Tonnen Spezialbelag ergänzend eingebaut.

Über den gesamten sportlichen Ablauf der Veranstaltung waren die Fans voll des Lobes. Es gab aber auch einige organisatorische Schwachstellen im Umfeld des Events.

Wenn sich Vertragspartner im komplizierten Netzwerk der Organisation nicht an Absprachen und Festlegungen halten, muss man Konsequenzen ziehen. Wir nehmen die berechtigte Kritik, zum Beispiel an der Arbeit der Einlasskontrollen, des Shuttleverkehrs und der Cateringfirma, sehr ernst. Es wird spürbare Verbesserungen auch durch die deutliche Verbreiterung der Zugangsbereiche und die Bereitstellung einer wesentlich größeren Anzahl von Bussen nach Rennschluss geben.

Gibt es auch diesmal wieder Vorverkauf?

Der Vorverkauf ist bereits hervorragend angelaufen. Die Fans haben noch bis zum 28. Februar 2017 die Möglichkeit, sich Tickets zum Vorzugspreis zu sichern und dabei über 40 Prozent gegenüber dem Kauf an der Abendkasse zu sparen. Außerdem werden vergünstigte Familientickets sowohl für die Tribünen als auch den Stehplatzbereich angeboten. Der Kartenerwerb ist entweder online unter www.speedwaygp.com oder bei der Tourismusinformation Teterow unter 03996 172 028 möglich. Der Auftakt der Serie erfolgt am 29. April in Slowenien, der letzte Lauf findet am 28. Oktober in Melbourne statt.

Sie haben seit langem angekündigt, bei der Mitgliederversammlung des MC Bergring am 20. Januar nach drei Wahlperioden nicht mehr als Clubchef zu kandidieren. Bleiben sie dem Motorsport trotzdem als Funktionär erhalten?

Als Vorstand Jugend und Sport beim ADAC Hansa e.V. bleibe ich natürlich voll in der Szene dabei. Für die bereits feststehenden nächsten drei Grand-Prix-Jahre in Teterow fungiere ich weiterhin als Organisationschef.

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