Goodwood: Christian Horner ersetzt Sebastian Vettel

Loeb praktisch zum achten Mal Weltmeister

Von Toni Hoffmann
Sébastien Loeb auf dem Weg zum achten WM-Titel

Sébastien Loeb auf dem Weg zum achten WM-Titel

Sébastien Loeb hat quasi seine achte Rallye-Weltmeisterschaft hintereinander in der Tasche.

Der 37-jährige Rekord-Champion Loeb profitierte bei seinem nahen Titelgewinn, der eigentlich nur noch Formsache ist, vom Ausfall seines Titelkonkurrenten Mikko Hirvonen, der am Freitagvormittag bei einem Unfall den Kühler seines Ford Fiesta beschädigte und mit überhitztem Motor aufgeben musste. Hirvonen hätte jedoch für seinen ersten WM-Titel beim WM-Finale in Wales neun Punkte mehr als Loeb holen müssen. «Der Traum von meinem ersten Titel ist geplatzt», gestand ein sehr enttäuschter Hirvonen, dessen Zukunft noch nicht gesichert ist. Ford hat bislang zu einem weiteren WM-Engagement geschwiegen. Spekulanten sehen Hirvonen nächstes Jahr bei Citroën, wo er den Platz des wahrscheinlich weichenden Sébastien Ogier einnehmen soll.

«Wir sind nach Hirvonens Problem wirklich in einer ausgesprochen guten Position. Wir müssen aber abwarten, ob Mikko morgen wieder starten kann. Falls nicht, sind wir Weltmeister und können ohne Druck fahren», meinte der fünffache Saisonsieger Loeb.

Loeb, der in den letzten drei Jahren den Saisonausklang in Wales gewonnen hatte, beendete im Citroën DS3 als Führender die erste Etappe mit einem Vorsprung von nur 1,1 Sekunden auf den finnischen Noch-Vizechampion Jari-Matti Latvala im Ford Fiesta. Mit einem Rückstand von 1:13,5 Minuten rangierte der Norweger Mads Östberg im Stobart-Ford Fiesta auf dem dritten Platz. Mit einem Abstand von 7,8 Sekunden blieb aber Petter Solberg im privaten Citroën DS3 in Podestreichweite.

Einen bislang beachtlichen Einstand in der WRC-Klasse gab Ott Tänak, der im DMACK bereiften Ford Fiesta RS WRC hinter seinem Markenkollegen Henning Solberg den sechsten Platz (Rückstand: 3:46,0 Minuten) erreichte, aber nur eine Sekunde vor Kimi Räikkönen bei dessen wahrscheinlicher Abschiedstour im privaten Citroën DS3 aus der Rallye-WM.

Deutschlands junge Rallye-Hoffnung Sepp Wiegand notierte bei seinem Super 2000-Debüt als Volkswagen-Proband im von VW eingesetzten Skoda Fabia den 17. Platz (Rückstand: 11:08,0 Minuten) und zwei Positionen hinter seinem holländischen Teamkollegen Kevin Abbring.


Ergebnis nach der 1. von 3 Etappen, 11 von 23 Prüfungen (= 143,55 von 358,59 km) und 885 von 1.883 Gesamtkilometern:

1. Sébastien Loeb/Daniel Elena (F/MC), Citroën DS3 WRC, 1:23:18,3 h.
2. Jari-Matti Latvala/Miikka Anttila (FIN), Ford Fiesta RS WRC, + 1,1 sec.
3. Mads Östberg/Jonas Andersson (N/S), Ford Fiesta RS WRC, + 1:13,5 min.
4. Petter Solberg/Chris Patterson (N/GB), Citroën DS3 WRC, + 1:21,3
5. Henning Solberg/Ilka Minor (N/A), Ford Fiesta RS WRC, + 2:51,7
6. Ott Tänak/Kuldar Sikk (EE), Ford Fiesta RS WRC, + 3:46,0
7. Kimi Räikkönen/Kaj Lindström (FIN), Citroën DS3 WRC, + 3:47,0
8. Kris Meeke/Paul Nagle (GB/IRL), Mini John Cooper Works WRC, + 3:51,3
9. Matthew Wilson/Scott Martin (GB), Ford Fiesta RS WRC, + 3:59,4

10. Dennis Kuipers/Frédéric Miclotte (NL/B), Ford Fiesta RS WRC + 4:23,2
 

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