Volkswagen: Klassensieg bei Rallye Monte Carlo

Von Toni Hoffmann
Laura Venneste (li.) und Kevin Abbring (re.)

Laura Venneste (li.) und Kevin Abbring (re.)

Kevin Abbring erzielt bei der Rallye Monte Carlo für Volkswagen im Skoda Fabia seinen zweiten Sieg in der Super-2000-Klasse.

Mit einer tollen Leistung sicherten sich Volkswagen-Junior Kevin Abbring (23) und seine Co-Pilotin Lara Vanneste (21) den Sieg bei der 80. Rallye Monte Carlo in der S2000-Klasse. Der Rallye-Klassiker im Fürstentum an der Côte d’Azur gehörte erstmals seit 2008 wieder zur Weltmeisterschaft der FIA.

Auf dem Platz vor dem Fürstenpalais in Monaco durften Kevin Abbring und Lara Vanneste nach insgesamt 1772 Kilometern und 18 anspruchsvollen Wertungsprüfungen – darunter die berüchtigte Fahrt zum Col de Turini – die Siegertrophäe entgegennehmen. Für den jungen Niederländer und seine belgische Beifahrerin ist es der zweite Sieg in der S2000-Klasse nach dem Erfolg bei der Rallye Grossbritannien im November 2011. Gleichzeitig machte sich Abbring, der am Freitag seinen 23. Geburtstag im Cockpit feierte, sein schönstes Geschenk selbst.

«Ich bin überglücklich. Die ‚Monte’ zu gewinnen ist einfach ein unbeschreibliches Gefühl. Lara und ich sind sehr stolz», strahlte Abbring bei der Siegerehrung am Fürstenpalast. «Wir haben uns von Etappe zu Etappe gesteigert und die Vorgaben des Teams umgesetzt. Danke von Herzen ans ganze Volkswagen-Team für die Unterstützung. Die Zusammenarbeit war perfekt.»

«Ein grosses Kompliment an unsere Fahrerpaarungen und das gesamte Team, denn im Rallye-Sport ist ein Sieg immer ein Sieg der gesamten Mannschaft», betonte ein zufriedener Volkswagen Motorsport-Direktor Kris Nissen (51). «Kevin hat eine phantastische Leistung hingelegt, wir sind stolz auf ihn und seine Co-Pilotin Lara. Er hat beeindruckend unter Beweis gestellt, welch grosses Talent er besitzt und warum wir ihn als Volkswagen-Junior fördern.»

Zuvor hatte bereits der neue Volkswagen-Werkspilot Sébastien Ogier (28) mit Beifahrer Julien Ingrassia (32) für viel Aufsehen gesorgt. Die beiden Franzosen lagen zeitweise mit dem schwächeren S2000-Fahrzeug auf dem vierten Platz im Gesamtklassement – ehe ein Unfall das vorzeitige Ende für beide bedeutete. Nissen: «Sébastiens Speed war enorm auf den ersten Etappen. Das beweist, dass wir mit ihm einen Fahrer mit grossem Potenzial verpflichtet haben. Ich bin sicher, dass er bei den WM-Läufen in diesem Jahr noch für die eine oder andere dicke Überraschung sorgen wird.»

Und auch der Franzose gibt sich optimistisch mit Blick auf den nächsten Einsatz bei der Rallye Schweden (9. bis 12. Februar). «Ich fühle mich sehr wohl im Auto und im Team. Und bis zu dem Unfall waren wir sehr gut unterwegs», sagte der WM-Dritte von 2011. «Die schwierigen Bedingungen zu Beginn der Rallye waren ein Vorteil für uns, weil der Leistungsunterschied des Fabia S2000 gegenüber der WRC-Klasse dann nicht so stark ins Gewicht gefallen ist. Wir wollen in Schweden den Speed halten, und ich bin zuversichtlich, dass wir dort auch schnell unterwegs sein werden.»

2012 bestreitet Volkswagen mit zwei Fabia S2000 der Konzernmarke Skoda Läufe der Rallye-Weltmeisterschaft. Die Einsätze dienen als Vorbereitung auf 2013, wo Volkswagen mit dem Polo R WRC in der Königsklasse antreten wird.

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