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Monte: Loeb mit einer Hammerzeit beim Comeback

Von Toni Hoffmann
Sébastien Loeb mit Hammerzeit beim Comeback

Sébastien Loeb mit Hammerzeit beim Comeback

Da war sogar ein neunfacher Rekordchampion am Ende der ersten Prüfung in der Rallye-Weltmeisterschaft überrascht. Sébastien Loeb gewann mit einer Hammerzeit die erste Entscheidung der Rallye Monte Carlo.

21,31 km ist die erste der 15 Prüfungen der 83. Rallye Monte Carlo lang. Nach 15 Monaten Abstinenz von der Bühne der Rallye-WM tritt der neunfache Rekordchampion Sébastien Loeb im Citroën DS3 WRC bei der Rallye Monte Carlo für ein vorerst einmaliges Gastspiel in der Königsklasse an. Nach seiner Bestzeit schon im Shakedown übertraf sich der siebenfache «Monte»-Sieger auf der ersten Prüfung mit einer auch für ihn überraschenden Bestzeit selbst. Seinem nächsten Verfolger, dem auch stark fahrenden Ott Tänak im Ford Fiesta RS WRC nahm er quasi pro Kilometer auf der Prüfung eine Sekunde ab. Am Ende war Loeb 22 Sekunden schneller als der WP-Zweite Tänak. Der Titelverteidiger und Vorjahressieger Sébastien Ogier büsste im VW Polo R WRC als Dritter schon 30,9 Sekunden auf Loeb ein.   Die Prüfung war total vereist, deswegen hatten alle Spitzenteams Spikes aufgezogen.

Mag sein, dass Loeb und auch Tänak von der Startreihenfolge profitiert haben. Der 78-fache Laufsieger Loeb startete auf der für ihn ungewohnten 14. Position in die Rallye, Tänak an zwölfter Stelle. Hingegen mussten die drei VW-Piloten Sébastien Ogier, Jari-Matti Latvala und Andreas Mikkelsen gemäß ihrer WM-Platzierung als erste Fahrzeuge auf die Piste. Möglich, dass die Fahrzeuge vor Loeb diesem die Piste etwas gesäubert haben. Die Prüfung, die von einigen Fahrern als die schwerste der 93. Rallye Monte Carlo eingestuft wird, wurde zuletzt 1983 absolviert.  

Stimmen nach der Prüfung:  

Sébastien Loeb: «Überall war Eis. Ich hatte nicht das Gefühl, dass wir schnell waren. Drei Kilometer vor dem Ziel sagte ich meinem Beifahrer Daniel Elena. Ich möchte am liebsten anhalten. Das war mein Gefühl. Und dann sah ich die Zeit. Wow!»  

Ott Tänak: «Sehr schwierige Prüfung. Aber ich kam gut durch. Das taten andere wohl auch. Ich fühle mit meiner Rückkehr in ein Werksteam richtig wohl. Ich möchte mein Bestes geben und dennoch relaxed bleiben.»  

Sébastien Ogier: «Überall war Eis. Das bisschen Grip war schon okay. Wir haben versucht, vorsichtig zu starten. Wir sind kein Risiko eingegangen. Die Reifenwahl war leicht, man brauchte Spikes.»  

Kris Meeke (Citroën DS3 WRC) mit 32,6 Sekunden Rückstand Vierter: «Ich mochte diese Prüfung. Sie war wirklich selektiv. Unsere Eisspione haben uns gute Informationen geliefert.»  

Sein Teamkollege Mads Östberg, 36,1 Sekunden zurück auf Platz fünf: «Schwierig ist für diese Prüfung nicht das richtige Wort, für diese Härte muss man ein anderes Wort finden.»  

Stand nach der 1. Prüfung (21,31 km):  

1. Loeb/Elena (F/MC), Citroën DS3 WRC, 15:53,5
2. Tänak/Mölder (EE), Ford Fiesta RS WRC, + 22,0 sec.
3. Ogier/Ingrassia (F), VW Polo R WRC, + 30,9
4. Meeke/Nagle (GB/IRL), Citroën DS3 WRC, + 32,6
5. Östberg/Andersson (N/S), Citroën DS3 WRC, + 36,1
6. Neuville/Colsoul (B), Hyundai i20 WRC, + 37,6
7. Bouffier/Panseri (F), Ford Fiesta RS WRC, + 41,7
8. Latvala/Anttila (FIN), VW Polo R WRC, + 43,0
9. Solberg/Minor (N/A), Ford Fiesta RS WRC, + 44,9
10. Evans/Barritt (GB), Ford Fiesta RS WRC, + 46,  

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