Rallye Italien: WRC2-Überraschung Andreucci bestraft
Technische Kommissare finden nicht homologiertes Teil in seinem Peugeot 208 R5. Der Zweitplatzierte kommt mit einer Geldstrafe von 5.000 Euro glimpflich davon – weil die Offiziellen die Hauptschuld bei Peugeot sehen.
Als ein Peugeot 208 R5 bei der extrem harten Rallye Italien um den Sieg mitfuhr, war klar, dass sich die Technischen Kommissare dieses Auto nach der Zieldurchfahrt besonders gründlich ansehen würden. Genau dieses Modell hatte sich bei bisherigen Starts auf WM- oder EM-Ebene nämlich als besonders anfällig erwiesen. Paolo Andreucci hatte dagegen keine größeren technischen Probleme und wurde am Ende knapp geschlagen Zweiter.
Tatsächlich nahmen die Kontrolleure die Startnummer 48 nach der Zieldurchfahrt unter die Lupe. Gefunden haben sie lediglich ein etwas anders als in der Homologation beschrieben ausgeführtes Rohr vom Turbolader zum Ansaugkrümmer. Gewicht, Wandstärke und – kein Scherz! – Farbe stimmten nicht mit den bei der FIA zum Peugeot208 R5 deponierten Unterlagen überein.
Eher unwahrscheinlich, dass dieses Rohr die erstaunliche Zuverlässigkeit des Andreucci-Peugeot verursachte. Außerdem konnte das Team nachweisen, es von Peugeot eingekauft zu haben. Offensichtlich wird das Teil von mehreren Zulieferern hergestellt.
Die Sportkommissare sahen dadurch die Hauptschuld bei Peugeot, in deren Zuständigkeitsbereich die Qualitätskontrolle liegt. Sie verhängten gegen Andreucci lediglich eine Geldstrafe in Höhe von 5.000 Euro und verzichteten auf den Wertungsausschluss. Eine Stellungnahme von Peugeot steht noch aus.
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