MotoGP

Kevin Schwantz: Schlägt sich Márquez nur selbst?

Von - 26.04.2019 09:52

«Márquez ist der Schnellste, aber in Austin ist das passiert, was passiert ist», meinte Ex-Weltmeister Kevin Schwantz. Der Texaner schließt auch den zehnten Titelgewinn von Valentino Rossi nicht aus.

GP-Legende Kevin Schwantz sieht Marc Márquez auch nach dessen Sturz in Texas in der Favoritenrolle für die MotoGP-Krone 2019: «Jedes Wochenende wollen 23 Fahrer gewinnen, ihn unter Druck setzen. Sie versuchen in jeder Runde und Session schneller als er zu sein. Wie wir in Austin gesehen haben, entschied er wegzufahren und wurde jedes Mal schneller», analysierte er Texaner für «marca.com».

Márquez hätte in der zweiten Hälfte des Rennens nur konstant fahren und keine großen Fehler machen müssen, ergänzte Schwantz. Doch genau das gelang dem Repsol-Honda-Star in Austin, wo er zuletzt sechs MotoGP-Rennen in Folge gewonnen hatte, diesmal nicht. Nach dem Nuller gab er die WM-Führung wieder an Andrea Dovizioso ab. Der Ducati-Star hat nach drei Grand Prix aber Valentino Rossi (Yamaha) und Alex Rins (Suzuki) im Nacken sitzen. Der Titelverteidiger liegt auch nur neun Zähler zurück.

«Marc ist schnell und zeigt, dass er die Weltmeisterschaft gewinnen kann. Er fährt auf eine andere Art als die restlichen Fahrer. Er ist die einzige Gefahr für sich selbst», glaubt Schwantz. «Vielleicht Lorenzo, wenn er wieder gesund ist – Dovizioso, Rossi und Rins werden in dieser Saison seine größten Rivalen sein», zählte der 54-Jährige auf.

Dass Rossi noch nach seinem zehnten Titel greifen kann, hält Schwantz für möglich: «Sicher holt er viele Punkte: Es sind 19 Rennen, mit 40 Jahren bestreitet er seine längste Saison. Er hat in Austin oder in Argentinien und Katar gezeigt, dass er noch vorne landen kann. Ich glaube, dass Márquez der Schnellste ist, aber in Austin ist das passiert, was passiert ist, auch Marc macht Fehler und in Austin hat ihn das 25 Punkte gekostet.»

«Ich glaube, dass Rossi jedes Jahr intelligenter wird und außerdem den Speed hat, um die Honda mit Márquez zu schlagen, weil er schnell und konstant ist», machte der Amerikaner dem «Doctor» Hoffnungen, der sich in Austin nur Suzuki-Ass Rins geschlagen geben musste

«Suzuki hat ein gutes Motorrad und Rins sammelt Erfahrung, aber es werden trotzdem noch Strecken kommen, wo er oder Suzuki Mühe haben werden. Um ein Titelanwärter zu sein, musst du jedes Wochenende um das Podest kämpfen», unterstrich Schwantz, der sich selbst 1993 auf Suzuki zum 500er-Weltmeister kürte. Außerdem sei es wichtig, bereits in den freien Trainings schnell zu sein, um direkt in die Q2 aufzusteigen, mahnte er. Denn die Qualifyings haben sich als die Achillesferse von Rins erwiesen, der in dieser Saison schon von den Startplätzen 10 und 16 losfuhr. In Austin stand der Spanier auf Platz 7 – und stürmte zu seinem ersten MotoGP-Sieg.

WM-Stand nach 3 von 19 Rennen:

1. Dovizioso 54
2. Rossi 51
3. Rins 49
4. Márquez 45
5. Petrucci 30
6. Miller 29
7. Nakagami 22
8. Crutchlow 19
9. Pol Espargaró 18
10. Quartararo 17
11. Morbidelli 16
12. Viñales 14

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Kevin Schwantz und Valentino Rossi auf dem Podium von Austin © Gold & Goose Kevin Schwantz und Valentino Rossi auf dem Podium von Austin
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