Max Nagl nach Tensfeld-Crash: «Es gab definitiv keine gelbe Flagge»
Als Max Nagl in Tensfeld in Führung liegend über die beiden gestürzten Nachzügler abflog, wurden keine gelben Flaggen geschwenkt und auch Roan van de Moosdijk kollidierte mit Max in vollem Renntempo.
Max Nagl gab ein Update zum Unfallhergang in Tensfeld: Er kam im Samstagsrennen als Führender in die 8. Runde und landete auf zwei gestürzten Nachzüglern. Die gelben Flaggen wurden noch nicht geschwenkt.
Zum Unfallhergang
Max Nagl erläutert den Unfallhergang: «Als ich zu den beiden Gestürzten kam, gab es definitiv keine gelben Flaggen. Ich bin in die beiden gestürzten Fahrer hineingesprungen und selber abgeflogen. In dem Moment, als ich aufstand, um zu meinem Motorrad zu laufen, kam schon Roan [van de Moosdijk] und traf mich. Ich habe sofort gemerkt, dass etwas nicht stimmte und dass etwas kaputtgegangen ist. Ich habe also nur noch versucht, von der Strecke runterzukommen, weil danach noch weitere Fahrer über den Hügel gesprungen kamen.»
Erste Diagnose beängstigend
«Die erste Diagnose war natürlich sehr schlecht», erklärt Max. «Es wurde mir gesagt, dass ein Brust- und ein Halswirbel gebrochen waren. Ich wurde dann im Krankenhaus mit einer Halskrause fixiert, sodass ich mich nicht bewegen konnte. So lag ich dann die ganze Nacht und konnte kaum schlafen. Am nächsten Tag haben es sich die Ärzte nochmals angeschaut und meinten, dass der Wirbel vielleicht doch nicht ganz gebrochen sei, sondern nur gerissen. Daraufhin wurde mir die Halskrause abgenommen und ich konnte das Krankenhaus verlassen und nach Hause fahren. Ich habe mich dann in Belgien bei Dr. Claes in Herentals erneut checken lassen. Dort waren sie sich auch nicht ganz sicher, meinten aber, dass der Halswirbel wirklich okay sei, vielleicht aber doch einen kleinen Riss haben könnte. Aber das spielt jetzt ohnehin keine große Rolle. Es muss ausheilen. Beim Brustwirbel ist es ähnlich. Im Moment habe ich noch sehr starke Schmerzen. Meinem Körper muss ich jetzt Ruhe geben und abwarten, wie sich das entwickelt. Ich werde noch ein paar Check-ups machen lassen und dann geht es eh nach vorne.»
Es ist jetzt für mich mental schwieriger als das Körperliche.Max Nagl
Wäre der Unfall vermeidbar gewesen?
«Im Endeffekt spielt es keine Rolle», erklärt Max. «Der Unfall wäre sicher vermeidbar gewesen, aber ich muss jetzt mit der Situation umgehen, wie sie ist. Es ist natürlich schade für die Meisterschaft. Ich habe im Winter sehr viel investiert und auch die Entwicklung mit dem Motorrad und dem Team hat gut funktioniert. Jetzt fällt das alles in sich zusammen. Es ist jetzt für mich mental schwieriger als das Körperliche. Das wird ein paar Tage dauern. Damit muss ich kämpfen und dann hake ich das ab und hoffe, dass ich mich vorbereiten kann, um in Gaildorf wieder am Start zu sein.»
Gaildorf in 7 Wochen
Das nächste Rennen in Gaildorf findet am 8.-9. August statt. Max hat jetzt weitere 7 Wochen Zeit, die Verletzungen auszukurieren. Wir wünschen von dieser Stelle aus im Namen aller Leser gute und schnellstmögliche Besserung!
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