Bastianini wittert Chance im GP: «Kenne mein Potenzial am Ende des Rennes!»
Enea Bastianini (KTM Tech3) belegte im MotoGP-Sprint in Austin Platz 3. Viele Stürze, die Reifendruck-Strafe für Pedro Acosta aber auch sein Speed spülten ihn von Startplatz 12 auf das Podest.
Enea Bastianini erlebt in Austin bislang eine Berg- und Talfahrt. Im MotoGP-Zeittraining am Freitag sicherte sich der KTM-Tech3-Pilot zunächst als Zehnter den direkten Einzug ins Q2. Im Qualifying lief es nicht mehr so gut und er erreichte nur Startplatz 12. Dann folgte am Samstagnachmittag das Sprintrennen. Der Italiener erwischte einen soliden Start und konnte eine Position gut machen. Nach guter Fahrt und dem Crash von Marc Marquez und Fabio Di Giannantonio war er am Ende von Runde 1 bereits auf Platz 8 zu finden. Diese Position konnte er in den nächsten Runden halten, in den letzten vier Runden zündete «La Bestia» dann die Rakete.
Zuerst schnappte er sich Honda-Pilot Luca Marini, nach dem Ausfall von Aprilia-Ass Marco Bezzecchi war er Sechster. Danach legte er sich mit Alex Marquez an. In der Zwischenzeit stürzte Joan Mir (Honda) und in der letzten Runde schnappte sich Bastianini den Vizeweltmeister und überquerte hinter Pedro Acosta die Ziellinie als Vierter.
War es ein typisches Bastianini-Rennen, in dem er in der zweiten Hälfte mehr aufzubieten hatte als seine Rivalen? «Ja, ich bin sehr happy mit meinem Sprint», freute sich der 28-Jährige. «Mit dem freien Training am Morgen und dem Qualifying bin ich aber gar nicht glücklich. Ich hatte auf der Geraden keine Stabilität, wegen dem Wind war das Motorrad sehr nervös. Ich musste deshalb viele Male das Gas zumachen, auch im Qualifying. Ich konnte mir nicht erklären, weshalb das so war. Vorne hatte ich zu wenig Gewicht. Am Nachmittag war dann er Wind im Rennen weniger – ich konnte vom Start weg wieder pushen. Ich habe dann um einen Podestplatz gekämpft. Natürlich gab es ein paar Stürze von anderen Fahrern und wir hatten heute etwas Glück. Aber mein Speed war gut – das ist das Wichtigste.»
Podium wegen Reifendruck-Strafe gegen Pedro Acosta
Bastianini wusste zu diesem Zeitpunkt bereits, dass KTM-Kollege Pedro Acosta wegen eines zu niedrigen Reifendrucks eine 8-Sekunden-Strafe aufgebrummt bekommt und Enea deshalb auf Platz 3 vorrückte.
Für den Grand Prix am Sonntag über 19 Runden ist Bastianini optimistisch. «Ich kenne mein Potenzial am Ende eines Rennes», schmunzelte er. «Es wäre gut, wenn ich in den letzten zehn Runden in den Top-5 sein kann. Ich kann aber natürlich jetzt nicht vorhersagen, wie das Rennen wird. Es hängt vom Start und von vielen weiteren Dingen ab. Ich muss ruhig bleiben, weil ich von Position 12 starte – das ist nicht einfach. Ich fühle mich aber wohl auf dem Motorrad, und es kann für mich ein gutes Rennen werden.»
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