Weltmeister mit Anfängerfehler: Crash und Strafe für Marc Marquez
Champion Marc Marquez stürzte im MotoGP-Sprint in Austin in der ersten Runde und zerstörte damit auch das Rennen von VR46-Pilot Fabio Di Giannantonio. «Ich habe dafür eine Strafe verdient!»
Es war ein schwieriger MotoGP-Samstag für Champion Marc Marquez. Zuerst kam er im Qualifying über Startplatz 6 nicht hinaus, im Sprintrennen stürzte der Ducati-Werksfahrer.
Doch der Reihe nach: Im Q2 fühlte sich Marquez auf einer schnellen Runde in Kurve 12 von Marco Bezzecchi (Aprilia) und Luca Marini (Honda) behindert. Die Stewards gaben dem 33-Jährigen recht – «Bez» und Marini wurden für den Grand Prix am Sonntag um zwei Startplätze zurückversetzt.
Im Sprint erwischte Marquez von Position 6 einen guten Start. Er konnte sich in Kurve 1 innen auf Platz 3 nach vorne arbeiten – hinter Teamkollege Pecco Bagnaia und Pedro Acosta (KTM), die beide ebenfalls einen sehr guten Start hatten. Danach wurde der neunfache Weltmeister im ersten Sektor von Pole-Setter Fabio Di Giannantonio (VR46 Ducati) mit einem mutigen Manöver überholt. Das ließ sich MM93 nicht gefallen – am Ende der 1.200 Meter langen Gerade wollte sich Marquez in Kurve 12 an «Diggia» innen wieder vorbei quetschen. Das Manöver ging schief und ihm klappte das Vorderrad ein – Di Giannantonio nahm er mit ins Verderben.
Beide Ducati-Piloten waren am Boden und richteten danach ihre Desmosedici wieder auf. Während der Italiener die Box ansteuerte, fuhr Marquez den Sprint zu Ende – und landete auf dem 17. und letzten Platz. Danach wurde die Situation von den Stewards untersucht.
«Es war ein harter Tag. Im Sprint habe ich einen Fehler begangen. Ich lag in Kurve 12 hinter drei Fahrern und versuchte alles, um das Motorrad abzubremsen. Ich habe den Windschatten der drei Bikes vor mir nicht berücksichtigt», erklärte Marc Marquez. «Ich versuchte zu bremsen und nach außen zu gehen, denn es bestand die Gefahr, dass ich Diggia hinten reinfahre. Dann habe ich gesehen, dass nicht der Platz dafür war, um nach außen zu gehen. Ich versuchte es dann innen, aber mir ist dann auf einer kleinen Welle in der Mitte der Kurve der Vorderreifen weggerutscht. Jeder Crash tut weh, aber wenn du dann einen mit einem anderen Fahrer hast, dann ist es noch schlimmer – du willst nicht das Rennen eines anderen Fahrers zerstören.»
Ich habe einen Fehler gemacht, deshalb muss ich bestraft werden!Marc Marquez
Rechnet Marquez damit, dass er für diese Situation eine Strafe bekommt? «Ich denke schon, ja. Ich weiß es noch nicht, aber ich habe eine Strafe verdient», zeigte der Routinier Einsicht. «Ich versuche immer, fair zu sein. Ich habe einen Fehler gemacht, deshalb muss ich bestraft werden.»
Marquez schaltet auf Überlebensmodus
Kurz nach dem Medientermin folgte die Nachricht, dass Marquez im Grand Prix im Sonntag eine Long-lap absolvieren muss. Welche Strategie wird wer am Sonntag verfolgen? «Überlebensmodus, das ist es.»
Es wird schwer für den COTA-Rekordsieger einen weiteren GP-Triumph einzufahren. Weshalb läuft es dieses Jahr nicht in Austin? «Ich habe zu kämpfen, vor allem in der ersten Kurve. Das ist einer der körperlich anstrengten Bereiche im Kalender.»
Marquez wurde auch zur Situation im Qualifying befragt, als er sauer auf Bezzecchi war. «Er hat nicht damit gerechnet, dass ein anderer Fahrer so schnell hinten nachkommt. Ich war wütend, weil er dort sehr früh bremste und ich fast in ihn hineingefahren wäre. Aber ja, das gehört zum Racing dazu», meinte Marc Marquez.
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