Beatriz Neila: «Gefährlich – bei einer Explosion sitze ich auf dem Bike»
Vizeweltmeisterin Beatriz Neila startete mit zwei dritten Plätzen in der WorldWCR gut in die Saison 2026, machte ihrem Ärger über die mangelhafte Vorbereitung mit der Yamaha anschließend aber Luft.
Während sich Titelverteidigerin Maria Herrera und Rookie Paola Ramos
Keine der schnellen Damen kann sich so über Podestplätze freuen wie Neila und trägt so gut wie immer ein Lachen im Gesicht. Muss es sein, kann sie aber auch ernst und sehr deutlich werden. «Für mich fühlen sich die Podestplätze wie Siege an, weil am Montag während des Tests mein Motor kaputt ging – ein Desaster», schilderte die 23-Jährige. «Dadurch verpasste ich quasi den ganzen Testtag und auch der Trainingsfreitag war ein Desaster.»
Beatriz Neila: 17 km/h weniger Topspeed
Neila beklagte sich, dass ihr Einheitsmotorrad von Yamaha keine Leistung hatte, was sich in 17 km/h geringerem Topspeed und 120 Grad Celsius Temperatur im Kühler offenbarte. «Für mich war das extrem gefährlich», betonte die Spanierin. «Gibt es eine Explosion, sitze ich auf dem Bike. Am Freitag war ich im freien Training lediglich Zehnte – schrecklich. Im Qualifying wurde ich Vierte, verlor aber in zwei Sektoren 1,5 sec. Daraufhin reagierten die Organisatoren und stellten fest, dass ich statt Öl und Wasser nur noch eine braune Brühe im Motor hatte. Das ist nicht normal – und es hat mich viele Runden gekostet. Außerdem Vertrauen und Abstimmungszeit.»
Die Vizeweltmeisterin erhielt für die Rennen am Samstag und Sonntag eine andere R7, «die war für mich wie ein neues Motorrad», so Bea gegenüber SPEEDWEEK.com. «Wir mussten den Lenker und die Fußrasten einstellen, einfach alles. Die Entwicklung meiner Zeiten zeigt, dass ich ein Rennen am Montag womöglich gewonnen hätte. Während Maria und Paola hin Portimao im Winter viel getestet haben, drehte ich lediglich zwölf Runden mit einem guten Motorrad.»
Paola Ramos «kein galaktischer Superstar»
Zur neuen Konkurrentin Paola Ramos, mit 18 Jahren die Jüngste im Feld, sagte sie: «Für mich ist Paola nur eine weitere Fahrerin, kein galaktischer Superstar. Sie hatte ebenso wie Maria ein perfektes Motorrad, als es am Montag losging, und konnte auch am Freitag viel trainieren. Damit hatten sie gegenüber mir einen Vorteil. Maria sagt immer, dass Paola die Einzige wäre, die mit ihr dieses Jahr kämpfen kann. Mit gleich vielen Runden, einer gescheiten Abstimmung und einem schnellen Motorrad ist es normal, dass sie so etwas sagt. Beide liegen nah beieinander – und ich bin nah an ihnen dran. Das war schön, solche Resultate hatte ich vor dem Wochenende nicht erwartet. Wenn Maria trotzdem denkt, dass Ramos und sie schneller sind – okay.»
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