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Historischer Triumph beim Bol d’Or: BMW ist erstmals EWC-Weltmeister!

Historischer Erfolg beim Bol d’Or 2026: BMW gewann erstmals die Langstrecken-WM und beendete damit die jahrzehntelange Dominanz der japanischen Hersteller. SERT und YART komplettierten das Podium.

Endurance-WM

Im Artikel erwähnt










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Das BMW-Werksteam hat beim Saisonfinale der Langstrecken-WM das Blatt noch einmal gewendet und sich mit Markus Reiterberger, Michael van der Mark und Steven Odendaal den WM-Titel gesichert. Beim Bol d’Or holte die Mannschaft mit der Startnummer 37 die Maximalpunktzahl und entthronte Titelverteidiger YART mit Marvin Fritz, Karel Hanika und Leandro Mercado.

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Die M1000RR mit der Nummer 37 bestimmte das 24-Stunden-Rennen über weite Strecken und setzte sich vor allem dank ihrer starken Pace, hohen Zuverlässigkeit und Effizienz von der Konkurrenz ab. Nach einer souveränen Vorstellung brachte BMW den komfortablen Vorsprung bis ins Ziel und krönte sich erstmals zum Langstrecken-Weltmeister.

Beim traditionellen Le-Mans-Start erwischte Gregg Black auf der Suzuki von SERT den besten Auftakt, doch Michael van der Mark übernahm auf der Werks-BMW bereits auf der langen Mistral-Geraden die Führung.

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YART erwischte dagegen keinen guten Start: Marvin Fritz kam lediglich auf Position 16 aus der ersten Runde, arbeitete sich anschließend aber schnell wieder nach vorn.

BMW punktet von Beginn an mit Speed und Effizienz

Schon im ersten Stint zeichnete sich eine der entscheidenden Stärken der BMW M1000RR ab. Während F.C.C. TSR, AutoRace Ube, YART und SERT früher zum Auftanken an die Box mussten, konnte das BMW-Werksteam seine Stints deutlich länger ausdehnen.

Auf der Strecke entwickelte sich dennoch ein enger Kampf zwischen BMW und F.C.C. TSR. Vor allem Corentin Perolari präsentierte sich auf der Honda Fireblade äußerst angriffslustig und übernahm mehrfach die Führung.

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Keine Schützenhilfe von AutoRace Ube und ERC Endurance

In der Anfangsphase mischte auch AutoRace Ube im Spitzenkampf mit. Naomichi Uramoto und Sylvain Guintoli bewegten die BMW auf einem ähnlichen Niveau wie das Werksteam. Nach dreieinhalb Stunden folgte jedoch der erste große Rückschlag: Guintoli stürzte aufgrund eines technischen Defekts, die stark beschädigte M1000RR musste mit einem Service-Fahrzeug zurück an die Box gebracht werden. Später strandete Uramoto mit einem Motorschaden am Streckenrand. Nach sechs Stunden war das Rennen für das von Startplatz 2 gestartete Team beendet.

Auch ERC Endurance wurde früh aus dem Kampf um die Spitzenpositionen gerissen. Nach starken Trainings und einem vielversprechenden Qualifying warf zunächst ein Problem mit der Schaltung die BMW von Marcel Schrötter, Loris Baz und Jan-Ole Jähnig weit zurück.

Ein späterer Sturz und eine weitere Reparaturpause kosteten zusätzliche Runden. In der Nacht arbeitete sich die deutsche Mannschaft jedoch wieder zurück in die Top-10.

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An der Spitze blieb F.C.C. TSR zunächst der hartnäckigste BMW-Gegner. John McPhee und Corentin Perolari übernahmen auf der Strecke mehrfach die Führung. Doch die Fireblade benötigte deutlich häufiger Kraftstoff. Kurz vor der Marke von sechseinhalb Stunden hatte das BMW-Werksteam erstmals einen kompletten Boxenstopp eingespart und dadurch einen Vorsprung von mehr als einer Minute herausgefahren.

SERT festigte in der Nacht die zweite Position

Dahinter entwickelte sich ein für den Titelkampf wichtiges Duell zwischen YART und SERT. Die Titelverteidiger hatten nach einer schwierigen Rennwoche zunächst Position 3 behauptet, doch SERT machte in der Nacht Boden gut. Ein kleiner Fehler beim YART-Boxenstopp, bei dem Karel Hanika losfuhr, bevor der Hinterradständer entfernt worden war, kostete einige Sekunden. SERT setzte sich schließlich vor die Yamaha mit der Nummer 1.

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Bei der ersten Zwischenwertung nach acht Stunden kassierte BMW die maximalen zehn Punkte. Auch im weiteren Verlauf der Nacht kontrollierten Markus Reiterberger, Steven Odendaal und Michael van der Mark das Rennen. F.C.C. TSR und SERT kämpften dahinter um Position 2, während YART auf Rang 4 bereits eine weitere Runde zurücklag.

Die Nacht forderte auch bei anderen Teams ihren Tribut. Bolliger Switzerland hatte sich mit Alex Toledo, Xavier Artigas und Kylian Nestola bis in die Top-8 gearbeitet, ehe ein Pleuellagerschaden nach gut zwölf Stunden das Aus bedeutete.

Auch Stock-WM-Leader Champion-MRP by MRP wurde durch technische Probleme weit zurückgeworfen: Der Motor der BMW überhitzte und eine Reparatur von mehr als einer Stunde war notwendig. Wojcik Racing rückte dadurch im Kampf um den Stock-Titel in eine aussichtsreiche Position.

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BMW dominiert – YART unter Druck

Bei der zweiten Zwischenwertung nach 16 Stunden kassierte BMW erneut die maximalen zehn Punkte. YART lag nur auf Position 4 und erhielt sieben Zähler, wodurch der Vorsprung der Titelverteidiger in der WM auf acht Punkte schrumpfte. Die Rechnung für die Schlussphase war damit klar: Sollte BMW das Bol d’Or gewinnen, musste YART mindestens auf Position 2 ins Ziel kommen, um den WM-Titel zu verteidigen.

Am Sonntagmorgen verwaltete das BMW-Werksteam seinen Vorsprung zunehmend und vermied unnötige Risiken. Reiterberger sprach fünf Stunden vor Rennende von einem «nahezu perfekten Rennen». Dahinter erhöhte YART das Tempo und holte auf F.C.C. TSR auf. Die Honda hatte mit zunehmender Renndauer an Fahrbarkeit eingebüßt und musste aufgrund ihres höheren Verbrauchs weiterhin häufiger an die Box.

Sturz von F.C.C. TSR: YART rückt auf die dritte Position vor

Dreieinhalb Stunden vor Rennende kam John McPhee auf der Honda von F.C.C. TSR zu Sturz und verlor wertvolle Zeit. Der Schotte konnte die beschädigte Fireblade aus eigener Kraft zurück an die Box bringen. Dort musste unter anderem der verbogene linke Lenkerstummel ausgetauscht werden.

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YART rückte durch den Zwischenfall auf einen Podestplatz vor. Für die Titelverteidigung reichte das allerdings noch nicht: Vor der Yamaha mit der Nummer 1 lag weiterhin SERT. YART musste somit auch die Suzuki noch einholen, um bei einem BMW-Sieg aus eigener Kraft Weltmeister zu bleiben.

F.C.C. TSR Honda fiel durch den Sturz von Position 3 auf Rang 5 zurück. Neben YART zog auch Marc VDS an der Nummer 5 vorbei. Durch den Unfall und die anschließende Reparaturpause wuchs der Rückstand auf die führende Werks-BMW auf neun Runden an.

Loch im Kühler: Die Marc-VDS-Yamaha rollt aus

Wie erbarmungslos der Langstrecken-Sport sein kann, zeigte sich knapp zwei Stunden vor Rennende: Die auf Position 4 liegende Yamaha R1 von Marc VDS rollte mit einem technischen Problem aus. Florian Marino konnte die Maschine nur noch in den Rettungsweg schieben.

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Nach der Rückkehr an die Box machten sich die Mechaniker auf die Fehlersuche. Dabei stellte sich heraus, dass ein Loch im Kühler zu einem Motorschaden geführt hatte. Dennoch gab die Mannschaft nicht auf: Nach längerer Reparatur gelang es den Mechanikern, die Yamaha wieder zum Leben zu erwecken und zurück ins Rennen zu schicken.

Auch für ERC Endurance sollte das Bol d’Or ohne das erhoffte Ergebnis enden. Nach einer ohnehin von Rückschlägen geprägten Aufholjagd musste die deutsche BMW-Mannschaft mit technischen Problemen aufgeben.

BMW atmet auf: Kein Deja-vu des Bol d'or 2025

Die finalen vier Stunden sollten die Entscheidung bringen. Die führende Werks-BMW blieb fehlerfrei, eine Wiederholung des dramatischen Rennverlaufs aus dem Vorjahr blieb aus. Markus Reiterberger pilotierte die M1000RR über den Zielstrich.

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BMW jubelte in Südfrankreich über den ersten Titel in der Langstrecken-WM und schrieb damit Geschichte: Noch nie zuvor war es einem europäischen Hersteller gelungen, die EWC-Weltmeisterschaft zu gewinnen.

Rückblickend erwies sich die BMW M1000RR als das stärkste Gesamtpaket der EWC-Saison 2026. Bereits beim Saisonauftakt in Le Mans präsentierte sich das BMW-Werksteam in Topform, bevor ein Sturz und mehrere Defekte ein entsprechendes Ergebnis verhinderten.

Es folgten der Sieg in Spa und der Podestplatz bei den 8 Stunden von Suzuka. Beim Bol d’Or setzte BMW schließlich noch einen drauf: Pole-Position, die maximale Punkteausbeute bei allen Zwischenwertungen und der Rennsieg.

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YART hatte bereits vor dem Bol d’Or große Bedenken geäußert und wusste, dass die lange Mistral-Gerade den Konkurrenten in die Karten spielen würde. Der Verlust des WM-Titels war dabei weniger auf Fehler des Teams als vielmehr auf die technischen Nachteile der inzwischen betagten R1-Basis zurückzuführen. Das anspruchsvolle Streckenlayout in Le Castellet machte diese besonders deutlich.

Gegen die modernere BMW M1000RR verfügte YART über einen entscheidenden Nachteil, der sich trotz starker fahrerischer Leistungen und nahezu perfekter Teamarbeit nicht vollständig kompensieren ließ. Damit endete die erfolgreiche Titelverteidigung ausgerechnet bei jenem Rennen, bei dem die konzeptionellen Unterschiede zwischen den Motorrädern besonders deutlich zum Vorschein kamen.

Bol d'Or 2026: Wenig Action, aber große Anspannung

Bemerkenswert war der reibungslose Verlauf des Bol d’Or 2026: Das Rennen kam ohne eine einzige Safety-Car-Phase aus, zudem leisteten sich die drei führenden Teams keine entscheidenden Fehler. Verglichen mit den dramatischen Ausgaben der vergangenen Jahre bot das diesjährige EWC-Saisonfinale auf der Strecke weniger Spannung. Im Kampf um den WM-Titel blieb die Anspannung jedoch bis zur Zieldurchfahrt um 15 Uhr spürbar. Entsprechend groß war die Erleichterung und der Jubel bei allen Beteiligten in der BMW-Box.

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F.C.C. TSR musste sich nach dem Sturz von John McPhee mit Platz 4 zufriedengeben. Ein enttäuschendes Ergebnis, denn vom reinen Tempo war das französische Honda-Team über weite Strecken der einzige ernsthafte Herausforderer von BMW.

Das von zahlreichen Defekten geplagte Kawasaki-Webike-Team profitierte von den späten Problemen bei Marc VDS und rückte noch auf Position 5 vor. Auf Rang 6 folgte das beste Stockteam: Wojcik Racing mit Jordi Torres, Milan Pawelec und Mateusz Molik sicherte Honda mit dem Klassensieg zugleich den Titel in der Stock-Wertung.

Der Endstand nach 24 Stunden Fahrzeit:

  1. BMW Endurance (Reiterberger, Odendaal, van der Mark), BMW M1000RR, 742 Runden

  2. SERT (Black, Masson, Linfoot), Suzuki GSX-R1000R, +1 Runde

  3. YART (Hanika, Fritz, Mercado), Yamaha R1, +2 Runden

  4. F.C.C. TSR (Techer, Perolari, McPhee), Honda CBR1000RR-R, +8 Runden

  5. Kawasaki Webike (Ramos, Gamarino, Leblanc), Kawasaki ZX-10RR, +24 Runden

  6. Wojcik Racing (Torres, Pawelec, Molik), Honda CBR1000RR-R, +25 Runden (STOCK)

  7. 3Art Best of Bike (Arbel, Mulhauser, De Vleeschauwer), Yamaha R1, +27 Runden (STOCK)

  8. Maco Racing (Vugrinec, Checa, König), Yamaha R1, +28 Runden

  9. Honda No Limits (Pons, Brink, Vietti-Ramus), Honda CBR1000RR-R, +29 Runden (STOCK)

  10. Team 18 Pompiers (Guittet, Pellizotti, Alcoba), Yamaha R1, + 30 Runden (STOCK)

Der WM-Endstand der EWC 2026:

Folgt in Kürze.

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