Bol d’Or (1h): BMW-Duo vorn, starke Aufholjagd von YART-Pilot Marvin Fritz!
Michael van der Mark fuhr auf der Werks-BMW einen überzeugenden ersten Stint – BMW ist schnell und effizient. YART erlebte einen schwachen Start, doch Marvin Fritz kämpfte sich schnell durchs Feld.
Sonnenschein, sommerliche Temperaturen und einige Wolken begrüßten die Teams beim Start des Bol d’Or, dem Saisonfinale der Langstrecken-WM (EWC) 2026. Punkt 15 Uhr begann das 24-Stunden-Rennen auf dem Circuit Paul Ricard. Das
Beim traditionellen Le-Mans-Start erwischte Gregg Black auf der Suzuki von SERT den besten Auftakt und übernahm die Führung. Doch auch die von der Pole gestartete Werks-BMW kam gut ins Rennen. Michael van der Mark absolvierte diesmal den Startstint und setzte sich bereits auf der langen Gegengeraden an die Spitze.
Starke Aufholjagd von Marvin Fritz
YART verlor beim Start dagegen viel Boden. Marvin Fritz kam mit der R1 lediglich auf Position 14 aus der ersten Runde. Auf der langen Mistral-Geraden wurden schnell die unterschiedlichen Stärken der Motorräder sichtbar. Vor allem die Teams mit BMW- und Honda-Material konnten ihre hohe Endgeschwindigkeit ausspielen. SERT wurde nach dem starken Start bis auf die fünfte Position durchgereicht.
Van der Mark behauptete unterdessen die Führung, wurde aber von Alan Techer auf der Honda von F.C.C. TSR unter Druck gesetzt. Ebenfalls stark unterwegs waren Naomichi Uramoto für AutoRace Ube und Loris Baz auf der ERC-Endurance-BMW.
Fritz arbeitete sich nach dem missglückten Start schnell wieder nach vorn. Bereits nach drei Runden lag der YART-Pilot auf Position 7 und hatte damit einen Großteil des anfänglichen Rückstands wieder wettgemacht. Fritz’ Aufholjagd ging weiter. Der Deutsche kämpfte sich in großen Schritten in Richtung Spitze und stellte nach wenigen Runden den Anschluss an die Top-3 her, nachdem er an der Suzuki von SERT und der BMW von ERC Endurance vorbeigegangen war.
BMW-Doppelführung: Van der Mark vor Uramoto
Nach rund 20 Minuten konnte sich Michael van der Mark an der Spitze erstmals leicht absetzen. Alan Techer auf der Honda von F.C.C. TSR konnte das hohe Tempo nicht mehr mitgehen und musste sowohl Naomichi Uramoto auf der AutoRace-Ube-BMW als auch YART-Pilot Marvin Fritz passieren lassen.
Uramoto hielt sich anschließend rundenlang in Schlagdistanz zu BMW-Markenkollege van der Mark. BMW-Rennleiter Sven Blusch bestätigte, dass es zwischen den beiden M1000RR an der Spitze keine Teamorder gibt und die Fahrer frei fahren können. Nach einer halben Stunde führten van der Mark und Uramoto das Feld an und hatten sich bereits um gut drei Sekunden von Fritz auf der drittplatzierten YART-R1 abgesetzt.
Dramatisch verlief die Anfangsphase für den Pole-Setter der Stock-Kategorie: Kaito Toba vom Team Etoile wurde zu Sturz gebracht und verlor dadurch viel Zeit. Verursacht wurde der Zwischenfall von Kevin Calia auf der Aprilia von Revo M2. Beide Motorräder mussten anschließend für Reparaturen an die Box zurückkehren.
Gegen Ende des ersten Stints behaupteten sich die beiden BMW an der Spitze und drehten im Formationsflug ihre Runden. Marvin Fritz verlor unterdessen zwei Positionen an SERT und F.C.C. TSR.
Schnell und sparsam: BMW mit beängstigender Effizienz
Noch vor Ablauf der ersten 45 Minuten kam das erste Topteam zum planmäßigen Tankstopp an die Box: Alan Techer machte auf der F.C.C.-TSR-Honda Platz für Corentin Perolari. Eine Runde später folgte AutoRace Ube, wo Sylvain Guintoli die BMW von Naomichi Uramoto übernahm.
YART und SERT blieben eine weitere Runde auf der Strecke. Marvin Fritz wechselte sich auf der YART-R1 mit Leandro Mercado ab, während bei SERT Etienne Masson ins Rennen eingriff. Ein deutliches Ausrufezeichen setzte das BMW-Werksteam beim Kraftstoffverbrauch. Michael van der Mark konnte seinen ersten Stint bis zur 52-Minuten-Marke ausdehnen. Erst dann kam die M1000RR zum Tankstopp an die Box und Steven Odendaal übernahm. Damit demonstrierte BMW bereits im ersten Stint einen potenziell wichtigen Effizienzvorteil gegenüber der Konkurrenz.
Nach dem ersten Boxenstopp hatte sich der Vorsprung der führenden Werks-BMW auf vier Sekunden vergrößert. AutoRace Ube war weiterhin erster Verfolger. Dahinter folgten F.C.C. TSR Honda, YART und SERT.
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