Neustart nach LKW-Unfall: Bolliger mit YART-Hilfe zurück auf Kurs
Nach dem LKW-Unfall im Februar kämpft sich das Team Bolliger Switzerland zurück. Dank Spendenaktion und YART-Unterstützung steht ein neuer Truck bereit – der Wiederaufbau läuft.
Gut sechs Wochen nach dem folgenschweren LKW-Unfall hat sich das Team Bolliger Switzerland eindrucksvoll zurückgemeldet. Der Rückschlag Anfang Februar hätte für den langjährigen Teilnehmer der Langstrecken-WM existenzbedrohend werden können – doch mit Zusammenhalt, Fan-Unterstützung und prominenter Hilfe aus der Szene ist der Neustart gelungen.
Am 6. Februar hatte das Team den Unfall öffentlich gemacht. Auf der Heimreise aus Valencia war der Sattelschlepper schwer verunglückt, kippte um und rutschte eine Böschung hinab. Immerhin: «Das Wichtigste vorneweg: Unsere beiden LKW Chauffeure sind soweit wohlauf», hieß es damals im offiziellen Statement. Über das Ausmaß der Schäden am Material konnte zu diesem Zeitpunkt noch keine verlässliche Aussage getroffen werden.
Nur wenige Tage später folgte der nächste Schritt: Mit einer Spendenaktion wandte sich Bolliger an Fans und Unterstützer. «Um die Folgen abzufedern und unseren Rennbetrieb fortzuführen, haben wir eine GoFundMe-Spendenaktion gestartet», erklärte das Team am 10. Februar. Die Resonanz war groß – ein wichtiger Baustein, um die unmittelbaren finanziellen Folgen des Unfalls aufzufangen.
Parallel dazu arbeitete die Mannschaft mit Hochdruck an kurzfristigen Lösungen für den Saisonstart. Für die prestigeträchtigen 24 Stunden von Le Mans konnte eine Übergangslösung organisiert werden. «Für die Teilnahme an den 24h von Le Mans, inklusive dem offiziellen Test zwei Wochen zuvor, konnten wir eine kurzfristige Lösung finden: Wir dürfen einen Sattelzug aus der Schweiz einsetzen», teilte das Team in seiner jüngsten Stellungnahme mit.
YART trennte sich von einem LKW
Doch Bolliger dachte nicht nur an den Moment, sondern auch an die Zukunft – und fand Unterstützung bei einem der erfolgreichsten Teams der Szene. «Dabei durften wir auf die Unterstützung unserer Freunde vom Yamaha Austria Racing Team zählen. Das Weltmeisterteam aus Österreich hat uns einen ihrer LKWs verkauft», so das Team weiter.
Der neue Truck wurde am 17. März geliefert und markiert einen entscheidenden Schritt im Wiederaufbau der Teamstruktur. Nun beginnt die aufwendige Phase der Anpassung: «Für uns beginnt nun eine intensive Phase des Planens, Umbaus und Einrichtens, damit wir den Truck Schritt für Schritt wieder so aufbauen können, wie wir ihn für unser Team benötigen.»
Auch emotional zeigt sich, wie stark die vergangenen Wochen das Team geprägt haben. «Schon etwas mehr als einen Monat ist es her seit unserem Unfall und es ist einiges passiert!», heißt es rückblickend. Und weiter: «Wir halten euch über die nächsten Schritte natürlich auf dem Laufenden – und danken euch nochmals von Herzen für den unglaublichen Support in den letzten Wochen.»
Der Weg zurück in den Rennalltag ist damit geebnet. Der Unfall hat Bolliger Switzerland hart getroffen – doch die Reaktion des Teams und die Unterstützung aus der Motorsportgemeinschaft zeigen einmal mehr, wie stark der Zusammenhalt im Fahrerlager ist. Die EWC-Saison 2026 startet bereits Ende März mit dem offiziellen Test in Le Mans, wo zwei Wochen später mit den «24 Heures Motos» der erste Lauf stattfindet.
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