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EWC-Saisonfinale: YART und BMW kämpfen beim Bol d’Or um den WM-Titel!

Beim Bol d’Or fällt vom 17. bis 20. September die Entscheidung in der Langstrecken-WM 2026. Titelverteidiger YART Yamaha reist mit 19 Punkten Vorsprung auf BMW zum großen Finale.

Endurance-WM

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Nur noch ein Rennen trennt das Yamaha Austria Racing Team (YART) von der erfolgreichen Titelverteidigung in der Langstrecken-WM (FIM EWC). Beim traditionsreichen Bol d’Or auf dem Circuit Paul Ricard fällt am 19. und 20. September die Entscheidung im Kampf um die Endurance-Krone 2026.

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Nach drei von vier Saisonläufen führt YART die Gesamtwertung mit 112 Punkten an. Das BMW Motorrad World Endurance Team folgt mit 93 Zählern und damit 19 Punkte hinter der österreichischen Yamaha-Mannschaft. Yoshimura SERT Motul liegt mit 84 Punkten bereits 28 Zähler hinter dem Spitzenreiter auf Rang 3.

Trotz des komfortabel erscheinenden Polsters kann sich YART beim 24-Stunden-Finale keineswegs auf das Verwalten des Vorsprungs beschränken. Beim Bol d’Or werden nicht nur für das Endergebnis, sondern auch für Zwischenstände während des Rennens wichtige WM-Punkte vergeben. Damit kann sich die Ausgangslage im Titelkampf bereits während der 24 Stunden mehrfach verändern.

Für YART geht es in Le Castellet um den vierten WM-Titel nach 2009, 2023 und 2025. Die Mannschaft um Marvin Fritz, Karel Hanika und Leandro Mercado kommt als Titelverteidiger nach Südfrankreich und bereitete sich Anfang September bei einem zweitägigen Test auf dem Circuit Paul Ricard intensiv auf den Showdown vor.

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BMW hat auf der Mistral-Geraden einen Trumpf

Die 5,673 Kilometer lange Strecke stellt YART vor eine besondere Herausforderung. Auf der rund 1,8 Kilometer langen Mistral-Geraden spielt die Motorleistung eine große Rolle. YART-Crewchief Max Neukirchner sieht dort vor allem die BMW M1000RR im Vorteil.

«Wir wissen, dass die BMW auf der langen Geraden extrem stark ist und dort wahrscheinlich das schnellste Motorrad im Feld sein wird», erklärte der ehemalige GP- und Superbike-Pilot nach dem jüngsten Test gegenüber SPEEDWEEK.com. «Für uns ist es schwierig, diesen Vorteil auf der Geraden komplett auszugleichen. Deshalb müssen wir unsere Stärken an anderen Stellen nutzen.»

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BMW reist zudem mit Rückenwind aus Japan an. Beim prestigeträchtigen 8-Stunden-Rennen in Suzuka belegte das BMW Motorrad World Endurance Team den dritten Platz und war damit der bestplatzierte nicht japanische Hersteller auf dem Podium.

YART setzt dagegen auf die Ausgeglichenheit seines Fahrertrios und die Konstanz der Yamaha R1. «Marvin, Karel und Leandro sind momentan sehr gut drauf und können auf einem sehr ähnlichen Niveau ihre Rundenzeiten abfahren. Genau das brauchst du für ein 24-Stunden-Rennen», betonte Neukirchner.

SERT lauert als Titelverteidiger des Bol d’Or

Rechnerisch ist auch Yoshimura SERT Motul noch nicht aus dem WM-Rennen. Die Suzuki-Mannschaft liegt mit 84 Punkten auf dem dritten Gesamtrang und hat 28 Zähler Rückstand auf YART. Zudem weiß SERT, wie man auf dem Circuit Paul Ricard gewinnt: 2025 entschied das Team das Bol d’Or für sich.

Dahinter folgt Kawasaki Webike Trickstar mit 73 Punkten auf WM-Rang 4. AutoRace Ube Racing ist mit 60 Zählern Fünfter, ERC Endurance folgt mit 53 Punkten auf Position 6. Für diese Mannschaften dürfte beim Finale weniger der WM-Titel als vielmehr eine Verbesserung der Abschlussplatzierung im Vordergrund stehen.

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In der Formula-EWC-Klasse stehen insgesamt 17 Motorräder auf der Nennliste. Yamaha stellt fünf Teams, BMW und Kawasaki sind mit jeweils vier vertreten, Honda mit drei und Suzuki mit einem.

Neben YART, BMW und SERT gehören Kawasaki Webike Trickstar, F.C.C. TSR Honda France, ERC Endurance, AutoRace Ube Racing sowie das traditionsreiche Team Bolliger Switzerland zu den prominenten Namen im Feld.

56 Teams beim großen Saisonfinale

Insgesamt umfasst die Nennliste für die 89. Ausgabe des Bol d’Or 56 Teams in vier Klassen. Neben den 17 Mannschaften der Formula EWC treten 24 Teams in der Superstock-Kategorie an. Hinzu kommen 13 Teilnehmer in der Production-Klasse sowie zwei Experimental-Motorräder.

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Damit wartet beim letzten EWC-Lauf des Jahres nicht nur ein enger Titelkampf, sondern auch eines der größten Starterfelder der Saison. Besonders stark besetzt ist die Superstock-Kategorie: Honda stellt dort allein zehn der 24 Motorräder, Yamaha fünf und BMW drei. Aprilia, Kawasaki und Suzuki sind mit jeweils zwei Teams vertreten.

Für die WM-Entscheidung richtet sich der Blick jedoch vor allem auf die Spitze. YART hat sich mit 19 Punkten Vorsprung eine hervorragende Ausgangslage geschaffen, BMW besitzt mit der M1000RR auf der schnellen Strecke in Le Castellet jedoch ein schlagkräftiges Paket.

Neukirchner will deshalb nichts von einer komfortablen Situation wissen. «Natürlich sind 19 Punkte Vorsprung besser als 19 Punkte Rückstand. Aber wir dürfen deshalb nicht glauben, dass wir entspannt zum Bol d’Or fahren und nur noch ins Ziel kommen müssen.» Das Ziel des Titelverteidigers ist entsprechend eindeutig: «Wir wollen am Sonntagabend Weltmeister sein.»

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Der WM-Stand nach 3 von 4 Läufen:

  1. YART, Yamaha R1 – 112 Punkte

  2. BMW Endurance, BMW M1000RR – 93

  3. SERT, Suzuki GSX-R1000R – 84

  4. Kawasaki Webike, Kawasaki ZX-10RR – 73

  5. Autorace Ube Racing, BMW M1000RR – 60

  6. ERC Endurance, BMW M1000RR – 53

  7. Team Bolliger Switzerland, Kawasaki ZX-10RR – 39

  8. Motobox Kremer, Yamaha R1 – 36

  9. Honda HRC, Honda CBR1000RR-R – 35

  10. Maxxess by BMRT3D, Kawasaki ZX-10RR – 33

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