EWC Bol d’Or (Q2): BMW mit Reiterberger und van der Mark auf Pole!
Der WM-Vorsprung von YART schrumpft vor dem EWC-Finale: Markus Reiterberger und Michael van der Mark brillierten im Q2 des Bol d’Or und stellten mit 1:50er-Zeiten die Pole für BMW sicher.
Der zweite Qualifying-Durchgang zum Saisonfinale der Langstrecken-WM (EWC) in Le Castellet sollte die Entscheidung bringen, welches Team am Samstagnachmittag von der Pole in die 24 Stunden des Bol d’Or startet. BMW hatte die Favoritenrolle inne und wurde dieser gerecht.
Bereits das
Blaue Gruppe: Reiterberger fährt 1:50er-Zeit!
Die Referenz aus dem Q1 hatte Naomichi Uramoto mit 1:51,050 min gesetzt. Im Q2 am Freitagvormittag wurde diese Marke unterboten: Markus Reiterberger umrundete den Circuit Paul Ricard in 1:50,930 min und sicherte sich mit der Werks-BMW die Bestzeit in der blauen Gruppe.
Für Uramoto verlief die Session dagegen nicht nach Plan. Der Japaner stürzte in Kurve 5, konnte das Q2 aber dennoch auf der dritten Position beenden. An seine Bestzeit aus dem Q1 kam der AutoRace-Ube-Pilot nicht heran. Weitere Stürze gab es beim Maco Racing Team in Kurve 2 und bei Legacy Competition in Kurve 12.
Für eine Überraschung sorgte Gregg Black. Der SERT-Pilot fuhr mit seiner Suzuki eine 1:51,144 min und reihte sich damit auf Platz 2 hinter Reiterberger ein. YART-Pilot Karel Hanika, der bereits beim Test und im Q1 gestürzt war, kam dagegen nicht über die achtbeste Zeit hinaus. Dem Tschechen fehlten 1,191 sec auf Reiterbergers Bestmarke.
Gelbe Gruppe: Werks-BMW vorn, Schrötter in den Top-3
Auch in der zweiten Gruppe stand die BMW mit der Startnummer 37 ganz oben. Steven Odendaal steigerte sich im Vergleich zum Q1 deutlich und setzte mit 1:51,192 min die Bestzeit. Damit war der Südafrikaner knapp zwei Zehntelsekunden schneller als Corentin Perolari auf der Honda von F.C.C. TSR.
Marcel Schrötter lag mit der ERC-BMW lange Zeit deutlich zurück, schlug aber buchstäblich in letzter Sekunde noch zu. Der Deutsche schob sich mit seiner finalen Runde auf die dritte Position. Seine Zeit war lediglich 0,046 langsamer als seine Bestmarke aus dem Q1, mit der er am Donnerstag die gelbe Gruppe angeführt hatte.
Etienne Masson reihte sich mit der Suzuki von SERT auf der vierten Position ein. Dahinter folgte die Yamaha von YART: Marvin Fritz verlor als Fünfter 0,575 sec auf die Bestzeit von Odendaal.
Rote Gruppe: Van der Mark macht die BMW-Pole perfekt
Die rote Gruppe brachte die Entscheidung darüber, welches Team am Samstag von der Pole-Position ins EWC-Saisonfinale starten wird. Michael van der Mark steigerte sich im Vergleich zum Q1 deutlich und setzte mit 1:50,744 min die schnellste Zeit des gesamten Qualifyings. Damit machte der Niederländer die Pole-Position für das BMW-Werksteam perfekt.
Neben dem besten Startplatz durfte sich BMW über fünf wichtige Zusatzpunkte für die Weltmeisterschaft freuen. Vor dem 24-Stunden-Rennen verkürzte das Werksteam damit den Rückstand auf Tabellenführer YART.
Erster Verfolger in der roten Gruppe war YART-Pilot Leandro Mercado, der allerdings bereits 1,260 sec auf die Fabelzeit von van der Mark verlor. Stark setzte sich erneut Kaito Toba in Szene. Der Japaner brachte die Stock-BMW des Teams Etoile auf die dritte Position. Jan-Ole Jähnig beendete das Q2 mit der ERC-Endurance-BMW auf Platz 6.
Grüne Gruppe: Lucas Mahias vor Jeremy Guarnoni
In der vierten und abschließenden Gruppe waren die Ersatzfahrer an der Reihe. Ihre Zeiten hatten keinen Einfluss auf das Ergebnis des Qualifyings. Die Bestzeit sicherte sich Marc-VDS-Pilot Lucas Mahias in 1:52,907 min. Jeremy Guarnoni auf der Werks-BMW folgte knapp dahinter auf der zweiten Position.
Die schnellsten Rundenzeiten im Q1/Q2:
Michael van der Mark (BMW) – 1:50,744 min
Markus Reiterberger (BMW) – 1:50,930
Naomichi Uramoto (AutoRace Ube) – 1:51,050
Gregg Black (SERT) – 1:51,144
Steven Odendaal (BMW) – 1:51,192
Corentin Perolari (F.C.C. TSR Honda) – 1:51,360
Loris Baz (ERC Endurance) – 1:51,524
Marcel Schrötter (ERC Endurance) – 1:51,616
Hugo Clere (Team Tati) – 1:51,620
Etienne Masson (SERT) – 1:51,753
Marvin Fritz (YART) – 1:51,767
Sylvain Guintoli (AutoRace Ube) – 1:51,840
Leandro Mercado (YART) – 1:52,004
Florian Marino (Marc VDS Yamaha) –1,52,032
Roman Ramos (Kawasaki Webike) – 1:52,035
Die kombinierten Zeiten aus dem Q1/Q2:
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