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Überraschender BMW-Wechsel: Kenny Foray muss sich umstellen

Kenny Foray fährt beim Bol d’Or überraschend für AutoRace Ube. Der Franzose ersetzt den noch nicht vollständig fitten Hannes Soomer – und muss sich auf ungewohnte Reifen einstellen.

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Beim Saisonfinale der Langstrecken-WM (EWC) kommt es innerhalb des BMW-Lagers zu einem interessanten Fahrerwechsel. Kenny Foray tritt beim Bol d’Or nicht für ERC Endurance an, sondern verstärkt das japanische AutoRace Ube Racing Team. Der erfahrene Franzose teilt sich die BMW M1000RR mit Naomichi Uramoto und Sylvain Guintoli.

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Hintergrund ist der Gesundheitszustand von Hannes Soomer. Der Este hatte sich während der Rennwoche der 8 Stunden von Suzuka verletzt und ist noch nicht wieder vollständig fit. Eigentlich wollte Soomer beim Test am Dienstag überprüfen, ob ein Einsatz über 24 Stunden möglich ist. Gemeinsam mit dem Team entschied er sich letztlich dagegen.

Soomer bleibt bei AutoRace Ube als vierter Fahrer gemeldet, darf als Ersatzpilot aber nicht am Rennen teilnehmen. In der Formula-EWC-Klasse sind bei einem 24-Stunden-Rennen zwar vier Fahrer zugelassen, starten dürfen jedoch ausschließlich die drei als Blau, Gelb und Rot gemeldeten Piloten. Diese Positionen nehmen Uramoto, Guintoli und Foray ein.

«Hannes' Genesung von seiner Verletzung aus der Rennwoche in Suzuka hat länger gedauert, als wir erwartet hatten», erklärte Teammanager Tsunetaka Igami. «Da er noch nicht wieder bei 100 Prozent ist, haben wir uns entschieden, unsere Fahreraufstellung zu ändern.»

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BMW sprach eine Empfehlung aus

Die Wahl fiel auf Foray, obwohl der Franzose zuvor noch nie für die japanische Mannschaft gefahren war. Den Kontakt stellte BMW her. «Wir hatten Kenny Foray vorher noch nie getroffen, aber er wurde uns von der BMW-Zentrale ausdrücklich empfohlen», verriet Igami. «Angesichts seiner Erfolge und seiner großen Erfahrung haben wir uns entschieden, ihn ins Team zu holen.»

Foray bringt reichlich EWC-Erfahrung mit. 2014 wurde der Franzose Weltmeister in der Formula-EWC-Klasse, zwei Jahre zuvor stand er bei den 8 Stunden von Suzuka als Dritter auf dem Podium. Zudem kennt er die BMW M1000RR bestens. Zwischen 2022 und 2025 feierte er mit BMW vier Titel in Folge in der Französischen Superbike-Meisterschaft.

Auch die ersten drei Läufe der laufenden EWC-Saison bestritt Foray auf einer M1000RR. Allerdings war er dort für ERC Endurance unterwegs. Beim Bol d’Or bleibt ihm das Motorradkonzept somit vertraut, in einem wichtigen Punkt muss sich der 42-Jährige jedoch umstellen.

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ERC Endurance setzt auf Dunlop-Reifen, während AutoRace Ube mit Bridgestone antritt. Foray fährt die japanischen Reifen an diesem Wochenende erstmals in Verbindung mit der BMW des Teams. Die Eingewöhnung bereitete ihm nach Aussage von Igami kaum Schwierigkeiten. «Obwohl Kenny unser Motorrad und unsere Reifen zum ersten Mal gefahren ist, hat er sich sehr schnell angepasst und starke sowie konstante Rundenzeiten gezeigt.»

Auch die Kommunikation innerhalb der neu zusammengestellten Fahrerpaarung funktioniert. «Da Kenny und Sylvain beide Franzosen sind, ist die Verständigung zwischen ihnen ebenfalls hervorragend», berichtete der Teammanager.

Beim Bol d'Or kämpft Foray gegen sein bisheriges Team

ERC Endurance hat Forays Platz beim Bol d’Or derweil mit Loris Baz besetzt. Damit stehen sich Foray und seine bisherige Mannschaft beim Saisonfinale sogar als direkte Konkurrenten gegenüber. AutoRace Ube liegt vor dem entscheidenden Rennen mit 60 Punkten auf WM-Rang 5, ERC Endurance folgt mit 53 Zählern auf Platz 6.

Für Igami spielt diese Ausgangslage bei der Herangehensweise an die 24 Stunden allerdings keine entscheidende Rolle. «Wir werden uns beim Finale nicht auf den WM-Stand konzentrieren. Unser einziges Ziel ist es, das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.»

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Nach der kurzfristigen Umbesetzung sieht der Japaner seine Mannschaft dafür gerüstet: «Wir glauben, dass wir alles getan haben, was wir zur Vorbereitung auf dieses Rennen tun konnten. Jetzt werden wir alles geben.»

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