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Plan-B-Auftakt für 2027? Australien-GP-Chef verrät Vertragsdetails

Die Formel 1 diskutiert weiterhin über den Kalender. Die Saison 2027 soll in Bahrain starten. Was der Australien-GP-Chef zu einem Plan-B-Auftaktrennen 2027 sagt und welches Detail im Vertrag steht.

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In gut zwei Wochen fährt die Formel 1 den Bahrain-GP in Malaysia (!). Das war bekanntlich nötig geworden, weil das eigentlich für April geplante Rennen auf dem Bahrain International Circuit wegen des Kriegs im Nahen Osten nicht stattfinden konnte. Auch der Saudi-Arabien-GP in Jeddah wurde im Zuge dessen verschoben bzw. abgesagt. Noch immer ist die Region nicht zur Ruhe gekommen. Nun also der Ersatz-GP unter dem Namen Bahrain-GP – aber in Sepang/Malaysia.

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Saisonauftakt 2027 in Bahrain geplant

Am Mittwoch haben Formel 1 und Weltverband FIA den Kalender für 2027 veröffentlicht. Damit ist bekannt: Fürs kommende Jahr ist ein Saisonauftakt in Bahrain geplant, gefolgt von einem Rennen in Saudi-Arabien. Bei einem Blick auf die internationalen Nachrichtenseiten fragen sich aber viele Formel-1-Fans: Ist das überhaupt realistisch? Und das ist nicht die einzige Frage.

In der Tat sorgt die Weltlage derzeit für viele Kalenderdiskussionen im Fahrerlager der Formel 1. Vergangenes Wochenende in Madrid wurde vor allem über den Rest der Saison diskutiert: Ende November und Anfang Dezember soll ja mit Katar und Abu Dhabi in der Golfregion gefahren werden. Im Rahmen der Kalenderverkündung für 2027 betonte die Formel 1, dass sich auch für 2026 nichts geändert habe und man weitermache wie geplant. Also mit beiden Nahost-GPs im Spätherbst. Unseren Infos zufolge wird aber parallel an einem Alternativfinale in Imola am Abu-Dhabi-Termin gearbeitet (6.12.). Verkündet und final entschieden ist noch nichts. Aber das Fahrerlager plant überwiegend mit einer Italienreise zum Nikolaustag. Die Formel 1 versucht, so es irgendwie geht, an den Verträgen mit den Partnern in Nahost festzuhalten.

Melbourne baut noch

Aber auch der 2027er-Kalender wirft natürlich die Frage auf: Was macht die Formel 1, wenn sich die Lage nicht verbessert? Noch ist es fast ein halbes Jahr bis zum Saisonauftakt 2027, also viel Zeit. Das Problem: Eine Saisonstart-Alternative könnte nicht spontan vorziehen. Melbourne hielt 2025 und 2026 (weil der Fastenmonat Ramadan im März war) den Saisonauftakt ab – kann 2027 aber nicht früher.

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Bei unseren australischen Kollegen von Speedcafe sagte GP-Chef Travis Auld: «Unser Datum ist jetzt auf den 1.bis 4. April festgelegt. Und wir haben ein großes Bauprojekt, das an bestimmte Fristen und Zeitvorgaben geknüpft ist. Wir sind also so gut wie an diesen Termin gebunden.» Gemeint ist ein neues Boxengebäude. Auf Nachfrage sagte Auld: «Ich denke, es wäre für uns schwierig, diesen Termin jetzt noch zu verschieben, ja.»

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Melbourne garantiert erstes, zweites oder drittes Rennen

Ein spannendes Vertragsdetail verriet Auld noch: «Unser Vertrag mit der Formel 1 besagt, dass wir irgendwas zwischen Rennen 1 und Rennen 3 in jedem Jahr sind.» Flexibel formuliert also. Aber einen Saisonstart im März könnte Melbourne nicht abhalten. Auch abgesehen vom Boxengebäude sind die Aufbauarbeiten im Albert Park umfangreicher als bei permanenten Rennstrecken. Denkbar wäre auch, dass die permanenten Strecken in Shanghai und Suzuka vorrücken, sollte ein Auftakt im Nahen Osten nicht möglich sein. Das ist aber bislang Spekulation.

Was übrigens ein Indiz dafür sein könnte, dass Katar und Abu Dhabi in diesem Jahr eben doch wackeln: Die Formel 2, die an beiden Rennwochenenden noch ihr Saisonfinale ausfahren will, wird kommende Woche in Baku ein zusätzliches Feature-Rennen inklusive Quali fahren, baut also das Rennwochenende aus (betonte aber gleichzeitig auch, dass in Katar und Abu Dhabi das übliche Format gefahren wird).

Noch stehen viele Fragezeichen hinter dem Rest der laufenden Saison und dem Start des kommenden Jahres. Wenn die Formel 1 aber in Covid-19-Pandemie und Nahost-Konflikt eines bewiesen hat, dann Flexibilität. Gefahren wird bestimmt – es bleibt nur spannend, wo.

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