Fernando Alonso: Das muss sich bei seinem Heim-GP ändern
Der erste Spanien-Grand-Prix auf dem «Madring» war langweilig. Viele Fahrer fordern Umbaumaßnahmen, damit Überholen möglich wird. Lokalmatador Fernando Alonso hat eine konkrete Passage im Auge.
Die Rennpremiere vergangenes Wochenende in Madrid auf dem neuen «Madring» sorgte für viel Lob fürs Drumherum und Begeisterung über eine herausfordernde und spannende Strecke für Qualifying und Training (3 rote Flaggen!). Das Rennen dagegen war ernüchternd.
Wie bereits anhand von Simulatordaten befürchtet und dann leider im GP bestätigt, war Überholen kaum möglich. Das Rennen war eine Prozession, in der die Fahrer je nach Position hofften, dass eine Unterbrechung kommen würde – oder eben nicht. Großes Lauern statt großes Racing. Auf 57 Rennrunden war kaum Action zu sehen.
Was also muss sich ändern? Nach dem Rennen waren sich eigentlich alle Fahrer und Teamchefs einig: An der Strecke müssen vor dem nächsten Rennen bauliche Veränderungen vorgenommen werden. Die Organisatoren rund um Streckenchef Luis Garcia Abad zeigten sich bereit dazu. Doch wie und wo?
Alonso möchte eine Kurvenkombination umbauen
Lokalheld Fernando Alonso, der den Madrid-GP auf einem enttäuschenden 17. Platz mit zwei Runden Rückstand beendete, sagte: «Wir müssen mit der FIA gemeinsam schauen, was wir tun können.» Der Weltverband gibt den Rennstrecken das finale grüne Licht. Alonso: «Vielleicht etwas in den Kurven 5, 6 und 7.»
Die Start-Ziel-Gerade auf dem Madring ist auf einem Messegelände. Entsprechend sind die ersten und letzten Kurven des Kurses hauptsächlich 90-Grad-Winkel, die Passagen dazwischen meist Highspeed-Geraden. Ab Kurve 5 und bis einschließlich Kurve 19 ist der Kurs eng und wendig mit vielen langsamen Kurven. Besonders die Einfahrt in diesen Abschnitt mit zwei engen Kurven sorgte bei den Fahrern für Kopfzerbrechen.
Brücke im Weg!
Alonso: «Es wäre schön, dort etwas zu haben.» Vielleicht eine richtige Schikane. Alonso: «Das Problem ist aber glaube ich, dass wir dort unter der Autobahn durchfahren und es eine Brücke gibt.» Richtig! Die Kurve 6 heißt sogar «Autopista», also Autobahn. Die Rennstrecke geht dort per Tunnel unter einer ganz normalen Straße entlang. Baulich ist man dort also eingeschränkt, da Brückenpfeiler schon stehen – und logischerweise auch bleiben müssen. Generell bietet das Gelände nicht viel Platz für Umbaumaßnahmen.
Alonso: «Das könnte also schwierig werden. Aber sie (Madring-Team, Anm.) waren sehr offen, sich unsere Vorschläge anzuhören. Ich weiß nicht, ob das Rennen von außen spannend zu schauen war, aber das Überholen war für uns Fahrer definitiv schwierig. Vielleicht gibt es Möglichkeiten, mit ein paar kleinen Kniffen innerhalb der räumlichen Einschränkungen etwas zu verbessern.» Es wäre jedenfalls zu hoffen!
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach





